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girl taking out the baked cake from oven with a towel

Der Kuchen schmeckt genauso gut, wenn er in den noch kalten Backofen gestellt wird. Bild: iStockphoto / photographizethis

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Unnötiger Energieverbrauch: Warum du den Backofen nicht vorheizen musst

Egal ob die Gemüselasagne, der Gugelhupf oder die Tiefkühlpizza, egal ob bei 120 Grad Umluft oder 200 Grad Oberhitze – wenn wir etwas in den Ofen schieben, dann bitte in den vorgeheizten. Steht so in den Rezepten, steht so auf der Verpackung und daran halten wir uns. Wäre schließlich dramatisch, wenn der Pizza etwas zustieße.

Aber warum eigentlich? Und noch viel wichtiger: Ergibt das überhaupt Sinn?

Einen Grund, warum stets vom "vorgeheizten Backofen" die Rede ist, gibt es schon. Schließlich wollen Tiefkühlpizza-Hersteller wie Rezeptbuchschreiber sicher gehen, dass wir später alle das optimale Ergebnis auf dem Teller haben. Und weil die Pizza genau zwölf Minuten bei 180 Grad braucht, jeder Ofen aber unterschiedlich lange, um aufzuheizen, gehen sie mit dem Hinweis auf den vorgeheizten Ofen auf Nummer sicher.

Allerdings braucht das viel mehr Energie, als wenn wir uns das Vorheizen sparen – schließlich ist der Ofen deutlich länger an und viel Energie geht im leeren Ofen verloren. Durchschnittlich 20 Prozent der Energie kannst du dir sparen, wenn du deinen Auflauf oder Kuchen in den noch kalten Ofen stellst. Senkt die Stromkosten und schützt die Umwelt.

Wem das noch nicht reicht: Es gibt sogar eine offizielle Ansage der Verbraucherzentrale und der Bundesregierung: "auf Vorheizen verzichten. Es ist sparsamer, die Wärme von Anfang bis Ende zu nutzen", rät letztere. "So kann beispielsweise auch die Restwärme genutzt werden, indem der Backofen einige Minuten vor Ende der Garzeit ausgeschaltet wird." Gleichzeitig wird dazu geraten, Tiefkühlprodukte bereits im Kühlschrank aufzutauen.

Es gibt auch Ausnahmen

Abzüge im Geschmack oder in der Optik musst du dadurch nicht machen. Das Essen wird genauso lecker – du musst vielleicht nur etwas häufiger nachschauen, ob der Käse schon verschmolzen oder der Kuchen fest ist. Aber wer schonmal hungrig vor dem Ofen saß, weiß sowieso: Vorfreude ist die schönste Freude.

Es gibt aber auch ein paar Ausnahmen, bei denen du den Ofen tatsächlich vorheizen solltest. Dann nämlich, wenn du Biskuitteig, Soufflée oder Brandteig in der Röhre hast – letzterer wird beispielsweise für Windbeutel verwendet. Denn damit der seine fluffige Konsistenz behält und nicht zusammenfällt, muss er in den heißen Ofen.

Und noch ein Tipp zum Abschluss: Wenn du den Ofen schon vorheizt, dann nimm etwaige sich darin befindliche Backbleche heraus. Denn die werden sonst mit aufgeheizt. Und das braucht dann noch mehr Energie.

(ftk)

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