Henning Baum im Quokka-Kostüm

Schauspieler Henning Baum steckte im putzigen Quokka-Kostüm bei "The Masked Singer" – und darin wurde es gern mal höllisch heiß. Bild: ProSieben / Willi Weber

Exklusiv

Henning Baum war das "The Masked Singer"-Quokka: "Es ist eine kindliche Freude, sich zu verkleiden und zu verstecken"

Mit dem Quokka ist am vergangenen Dienstag wohl die flauschigste aller Masken in der aktuellen "The Masked Singer"-Staffel ausgeschieden – aber in jeder Woche muss eben eine Maske fallen und dieses Mal wurde Henning Baum enttarnt. Der Schauspieler verkörpert statt australischer Kurzschwanzkängurus eigentlich eher, nun ja, Bullen: In der Action-Comedy-Serie "Der letzte Bulle" spielt Baum die Hauptrolle und feierte seinen Durchbruch mit der Sat.1-Serie "Mit Herz und Handschellen".

Allerdings spielt der 48-Jährige nicht nur Gesetzeshüter, in der Serie "Einsatz für Henning Baum – Hinter den Kulissen der Polizei" erfährt er ab 15. März auch, wie es bei der echten Polizei zugeht. Wie Baum dazu steht, dass er eben noch als niedliches Quokka auf der Bühne stand und bald schon in einer sehr ernsthaften Doku zu sehen ist, wie er den stimmlichen Vergleich mit dem Showmaster Thomas Gottschalk bewertet und wie es im XXL-Quokka-Kostüm zuging, darüber sprach er jetzt im Interview mit watson.

watson: Wie haben Sie auf die Anfrage von ProSieben reagiert?

Henning Baum: Ich habe erstmal in meinen Terminkalender geguckt, ob das zeitlich passt. Und dann habe ich mir gedacht, dass das eine interessante Aufgabe ist, der ich mich gerne stellen würde. Aber es ist auch eine Herausforderung gewesen.

Wie genau sah die Vorbereitung auf die Show aus?

Es war eine lange, intensive Zeit. Das hat schon vor einigen Wochen mit dem Beginn des neuen Jahres angefangen, dass ich jeden Tag Songs geübt und ausprobiert habe. Ich habe zum Beispiel Aufnahmen an meinen Gesangscoach geschickt, und Stimmbildung gehört auch dazu. Bis es dann vor zwei Wochen wirklich losging.

"Die ersten zwei Songs waren welche, auf die ich gar nicht gekommen wäre."

Bei all der Arbeit zur Show, hat es Sie da nicht auch ein wenig gewurmt, dass auf Ihrem Gesang immer rumgehackt wurde? Vor allem Rea hat ihre Performance kritisiert…

(lacht) Er hat ja nicht ganz unrecht. Ich bin kein Sänger, da kann man meinen Gesang schon kritisieren, aber das ist nicht schlimm. Denn ich habe mich schon stimmlich entwickelt und habe mit meinem Gesangscoach viel gearbeitet. Dafür ist es ganz gut geworden, finde ich. Aber Gesang ist eine ausgesprochen anspruchsvolle Sache. Man kann nicht mal eben in acht Wochen aufholen, was durch eine richtige Gesangsausbildung oder lange Gesangskarriere aufgebaut wird. Das wäre vermessen. Insofern ist Reas Kritik völlig in Ordnung.

Was sagen Sie zu den Songs, die sie auf der "The Masked Singer"-Bühne performen durften?

Die ersten zwei Songs waren welche, auf die ich gar nicht gekommen wäre. Die Ballade hingegen war schon eher etwas, was mir liegt. Die singe ich gerne.

Das Quokka ist ein ganz besonderes Kostüm, es sticht durch seine Niedlichkeit und die schiere Größe besonders heraus. Haben Sie sich durch die Kostümwahl schon im Finale gesehen?

Das Kostüm ist abgefahren. Ins Finale hätte ich es natürlich gerne geschafft und unter die letzten fünf wäre ich auch gerne gekommen. Aber das hat nun leider nicht geklappt. Allerdings stehe ich auch ganz kurz vor einer großen Filmproduktion und habe jetzt eben die Zeit, mich voll darauf zu konzentrieren. Das hätte ich sonst aufteilen müssen. Aber ich hätte "The Masked Singer" natürlich gern weitergemacht, weil es musikalisch so interessant war.

Das Quokka bei

Das Quokka war mit der Ballade, die es in Folge drei singen durfte, so richtig zufrieden. Bild: ProSieben / Willi Weber

Was ist für Sie das Besondere an der Show?

Es ist einfach eine tolle Herausforderung, auf diese Art und Weise mit Musikprofis zusammenzuarbeiten, die die Stimme schulen, die einen in neue Arrangements reinbringen und sagen: "Komm, wir versuchen mal sowas." Das würde man sonst nicht machen. Das Betreten dieser fremden Welt erfrischt einen sehr.

"Nur weil ich in der einen Show im Kostüm eines Quokkas Songs singe, heißt das ja nicht, dass ich nicht auch in der Lage bin, eine ernsthafte Doku über die Polizei zu erarbeiten."

"The Masked Singer" ist momentan nicht Ihr einziges Projekt, bald sind Sie auch in "Einsatz für Henning Baum – Hinter den Kulissen der Polizei" zu sehen. Wie wirkt sich das Quokka jetzt auf die Ernsthaftigkeit der Doku aus?

Das ist eine sehr interessante Frage. Nur weil ich in der einen Show im Kostüm eines Quokkas Songs singe, heißt das ja nicht, dass ich nicht auch in der Lage bin, eine ernsthafte Doku über die Polizei zu erarbeiten. Das kann man ganz gut trennen. Das zeigt eigentlich nur, wie vielseitig meine Interessen aufgestellt sind. Beides waren neue Felder für mich, die ich mir gerne erschlossen habe.

Ist das Quokka eher gute oder schlechte Promo für die Doku?

Das ist die beste Promo, die man überhaupt haben kann, finde ich. Weil es eben zeigt, dass es von jemandem gemacht wird, der uneitel ist und der viel Freude daran hat, Neues auszuprobieren. Die Zuschauer können mit einer berechtigten Neugierde sagen: "Ach, der hat auch eine Doku gemacht? Das ist ja interessant, das gucke ich mir jetzt mal an." Ich würde bei der Polizei natürlich nicht als Quokka auftreten. Da bin ich als Beobachter und mache die Ausbildung mit, spreche mit den anderen Auszubildenden und bin bei Einsätzen dabei. Meine Interessen sind eben sehr vielfältig.

"Thomas Gottschalk ist immerhin jemand, den wir alle sehr mögen, aber der mit mir selbst eigentlich gar nicht zu vergleichen ist."

Alle dachten zwischenzeitlich, dass Sie Thomas Gottschalk seien. Wie kam das bei Ihnen an?

Das ist natürlich sehr schön, dass das alle dachten. Thomas Gottschalk ist immerhin jemand, den wir alle sehr mögen, aber der mit mir selbst eigentlich gar nicht zu vergleichen ist. Gottschalk ist Gottschalk und niemand ist wie Thomas Gottschalk. Er hat auch eine ganz andere Stimme als ich, die ist klarer und heller als meine. Ich glaube, zu dem Vergleich kam es, weil die Zuschauer sich vom Gold, vom Glanz des Quokka verleiten lassen haben. Wenn Thomas Gottschalk auftritt, bringt er Goldglanz mit hinein, selbst wenn er kein Gold trägt. Und das ist etwas sehr Schönes und eine große Qualität.

Henning Baum und Matthias Opdenhövel

Am Ende kam unter dem Quokka-Kopf nicht Thomas Gottschalk hervor. Bild: ProSieben / Willi Weber

Wie sehr hat Sie das Quokka-Kostüm beim Singen beeinträchtigt?

Das Quokka ist mit großer Sorgfalt gefertigt und sehr künstlerisch. Aber es ist sehr schwer und ich konnte mich darin so gut wie nicht bewegen. Es waren Ventilatoren im Kostüm und der Maske eingebaut, weil es darin so ungeheuer heiß wird. Darin aufzutreten war mit einem hohen Aufwand verbunden und man war froh, wenn man es wieder ausziehen konnte.

"Erkannt zu werden hätte für mich bedeutet, dass man die Tarnung nicht gut genug aufgebaut hat."

Auch in Ihrem privaten Umfeld wurden Sie kaum erkannt. Wer wusste denn alles, dass Sie teilnehmen?

Das war ein ganz kleiner Kreis der wusste, dass ich dabei bin, nur die Allernotwendigsten. Alle anderen wussten das nicht und haben sich auch nicht gefragt, ob ich vielleicht bei "The Masked Singer" sein könnte. Erst nach dem letzten Auftritt habe ich Nachrichten gekriegt, ob ich das nicht sein könnte. Da konnten Menschen, die mich gut kennen, meine Stimme dann wohl doch zuordnen.

Wären Sie denn gern erkannt worden?

Das Versteck spielen macht Spaß, davon geht eine gewisse Freude aus. Erkannt zu werden hätte für mich bedeutet, dass man die Tarnung nicht gut genug aufgebaut hat. Es ist eine kindliche Freude, sich zu verkleiden und zu verstecken.

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