China
Close up on cement plaster wall surface. Color treatment made with Photoshop.

Xi Jinping (l.) und ein Mitglied der Uiguren. Bild: getty/dpa/picturealliance&watson

403 Seiten decken die Unterdrückungspolitik des chinesischen Regimes auf

Die Enthüllung der "New York Times" vom Samstagabend ist spektakulär: 24 unterschiedliche Dokumente, insgesamt 403 Seiten stark, decken auf, wie die chinesische Führung ethnische Minderheiten im eigenen Land überwacht und unterdrückt.

Warum ist das Leak so spektakulär?

Bilder von den Inhaftierungslagern lässt China nicht zu. Der BBC gelang es, Zugang zu bekommen:

abspielen

Video: YouTube/BBC News

Was sagen die Dokumente über die Inhaftierungslager?

US-Aktivisten hatten kürzlich nach eigenen Angaben hunderte bislang unbekannte Lager zur Inhaftierung von Uiguren entdeckt. Die in Washington ansässige Gruppe East Turkistan National Awakening Movement (Etnam) lokalisierte demnach rund 180 Lager, in denen Uiguren zum Verzicht auf ihre Kultur gezwungen werden, rund 200 Gefängnisse und rund 70 Arbeitslager.

Die USA hatten Anfang Oktober wegen Chinas Umgang mit den Uiguren 28 chinesische Regierungsorganisationen und Unternehmen auf eine schwarze Liste gesetzt. Zudem schränkte Washington die Vergabe von US-Visa an Mitarbeiter der chinesischen Regierung und der Kommunistischen Partei ein.

(ll/mit afp)

0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0

Interview

Satiriker Martin Sonneborn fällt gnadenloses Urteil über von der Leyen

Diese Woche begann der Prozess gegen die mutmaßlichen Drahtzieher des Anschlags auf die Redaktion des Satiremagazins "Charlie Hebdo" in Paris. 14 Angeklagte stehen vor Gericht und müssen sich für den Mord an zwölf Menschen verantworten, die im Januar 2015 von mehreren Attentätern in Paris ermordet wurden.

Weit über die Grenzen Frankreichs hinaus wird der Prozessbeginn beobachtet. Denn was hier verhandelt wird, ist weit mehr als Mord. Der Anschlag galt nicht nur der Redaktion von "Charlie Hebdo", …

Artikel lesen
Link zum Artikel