Ernährung
Gemeinsames Zuprosten mit Biergl

Hopfen und Malz verloren? Bei der Benennung einer kanadischen Brauerei ist etwas ordentlich schiefgegangen. Bild: imago images / Ralph Peters

Biermarke bemerkt nach Jahren, was Name wirklich bedeutet

Eine haarige Fehlübersetzung hat bei den Maori-Ureinwohnern in Neuseeland Belustigung und Ärger ausgelöst: Ein Ledergeschäft in Neuseeland und eine kanadische Brauerei wollten ihre Produkte nach einem vermeintlich cool klingenden Wort aus der Sprache der Maori benennen – und sind dabei ins Fettnäpfchen getreten.

Huruhuru oder auch Schamhaar

Denn "Huruhuru" kann zwar auch Wolle oder Feder bedeuten, wird aber vor allem als Ausdruck für Schamhaar verwendet. Ein User kommentierte in sozialen Netzwerken samt lachendem Emoji: "Ich hätte gerne eine maßgeschneiderte Huruhuru-Jacke."

Die Maori-Sprachkommission teilte auf Facebook mit, sie habe mit den Eigentümern des neuseeländischen Ledergeschäfts gesprochen. "Sie dachten, dass das Durchlaufen offizieller Prozesse die Integrität ihres Geschäftsnamens sicherstellen würde – aber das war nicht der Fall. Man muss weitere und unabhängige Ratschläge zur maorischen Sprache einholen."

Es wäre besser gewesen, einen der lizensierten Übersetzer für Te Reo Maori zu Rate zu ziehen, wie die Sprache offiziell heißt. Die Kommission zeigte sich aber traurig darüber, dass die Besitzer des Lederladens offenbar in Folge der Geschichte von aufgebrachten Maori bedroht wurden.

Bezweckte Bedeutung: Feder

Ein Mitgründer der kanadischen Brauerei sagte dem Sender "Radio New Zealand", es sei nie die Absicht der Firma gewesen, die Kultur der Maori in irgendeiner Form zu beleidigen. Die bezweckte Bedeutung des Wortes Huruhuru sei Feder gewesen – um deutlich zu machen, dass das "Pale Ale" der Brauerei leicht wie eine Feder sei. Man wolle der Marke in Zukunft wohl einen neuen Namen geben.

(vdv/dpa)

Themen
1
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
1Kommentar anzeigen

Kartoffel-Spalten aus dem Ofen: Was du schon immer falsch gemacht hast

Es gibt so Tage, die kann man einfach in die Tonne kloppen – und es gibt Tage, die können durch ein Backblech voller knuspriger Kartoffel-Spalten noch gerettet werden. Umso trauriger, wenn die selbstgebackenen Kartoffeln nicht goldbraun-gebräunt und kross aus dem Ofen kommen, sondern mehr so gummig-lätschig.

Die watson-Redaktion hat die Strapazen auf sich genommen und in einem mehrere Wochen andauernden Selbstversuch getestet: Wie gelingen die besten selbstgemachten Kartoffel-Spalten? Viele …

Artikel lesen
Link zum Artikel