Ernährung
oung woman going to eat rice with vegetables, smelling delicious aroma fro just prepared food

Es lohnt sich, die Reispfanne nicht direkt nach dem Kochen zu verspeisen. Bild: Getty Images/iStockphoto

Warum Reis kalt gesünder ist und beim Abnehmen hilft

Sie sind die "Big Three" der Mittagsküche: Nudeln, Kartoffeln und Reis. Leider weisen die Klassiker unter den Sättigungsbeilagen auch eine hohe Kaloriendichte auf. Bei Reis ist sie besonders hoch: 100 Gramm liegen ungekocht bei 357 Kalorien.

Hauptsächlich liegt das an der Stärke in dem Getreide. Mittels eines einfachen Tricks lässt sie sich aber verändern, wodurch sie weniger Kalorien als normal liefert – und sogar verträglicher wird.

Kalter Reis ist kalorienärmer

Basic first: Normalerweise wird das Polysaccharid Stärke wie auch andere mehrkettige Kohlenhydrate im Körper in kleinere Zuckermoleküle aufgespalten und zu Energie umgewandelt. Die kann er wiederum für Arbeitsprozesse im Gehirn oder in der Muskulatur verwenden.

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Heißer Reis? Lieber mal noch abkühlen lassen! Bild: getty images

Stärke ist jedoch nicht gleich Stärke. So gibt es etwa die sogenannte resistente Stärke (RS), die sich im Dickdarm wie Ballaststoffe verhält. Sie wird nicht aufgespalten und ist dadurch unverdaulich. Dadurch liefert sie dem Körper weniger Kalorien, auch wenn sie nicht verschwunden sind – sie wird schlicht nicht aufgenommen. Der RS-Anteil in Kartoffeln, Nudeln und Reis erhöht sich bereits um rund zehn Prozent, wenn sie abkühlen. Für Reis gibt es jedoch noch einen zusätzlichen Trick.

Der Chemiker Sudhair James fand 2015 heraus, dass sich der RS-Anteil im Reis stark erhöhen kann, wenn der Reis zusammen mit einem Teelöffel Kokosöl gekocht und vor dem Verzehr weitere 12 Stunden im Kühlschrank gelagert wird. Während des Kochens tritt das Öl nämlich in die Stärkekörnchen ein und verändert ihre Struktur. Auf diese Weise liefert der Reis sogar bis zu 15 Prozent weniger Energie als üblich.

Gut für den Darm

Wie bereits erwähnt, verhält sich resistente Stärke im Darm wie Ballaststoffe. Und für die Darmflora sind diese ein Segen. So sagt die Ärztin Yael Adler, die das Buch "Darüber spricht man nicht" geschrieben hat, dass Ballaststoffe dabei helfen, Mikronährstoffe aus der Nahrung zu lösen, ins Blut abzugeben und gesundheitsförderliche Bakterien zu vermehren.

Außerdem bringen ballaststoffreiche Lebensmittel einen langanhaltenden Sättigungseffekt mit sich. In diesem Sinne: reingehauen!

(tkr)

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