Kriminalität
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Der "Museumsüberfall" von Playmobil. Bild: Robert Michael/dpa

Überfall auf Grünes Gewölbe in Dresden wird zum Spiel

Ein Dresdner Spielwarenladen hat das passende Angebot zum spektakulären Diebstahl aus dem historischen Grünen Gewölbe. Inhaber und Geschäftsführer Daniel Dorner holte das Playmobil-Spiel "Museumsüberfall" vom Vorjahr aus dem Lager. Um den Karton herum, auf dem sich zwei vermummte Playmobil-Einbrecher an einer Vitrine zu schaffen machen und dabei von einem Museumswärter gestört werden, hat er Polizei-Spielzeug arrangiert.

"Guter Humor tut in diesen Zeiten Not", sagte der 45-Jährige. Die Idee sei ihm schon an dem Abend gekommen, als er vom Juwelendiebstahl im Residenzschloss gehört hatte. Die Kunden reagieren meist belustigt. "Menschen mit Humor kaufen es, andere schütteln den Kopf", berichtete Dorner.

Aufmerksamkeit für Handel nutzen

Der "Museumsüberfall" wurde für die Serie "City Action" entwickelt, die spielerisch mit dem Polizeialltag bekannt macht, sagte ein Playmobil-Sprecher. Ein reales Vorbild gebe es nicht. "Es soll keine Glorifizierung sein und auch keinen Nachahmereffekt auslösen." Dorner aber nutzt die aktuelle Aufmerksamkeit für das Thema, auch wenn ihn der Überfall auf das nur einen Katzensprung entfernte Museum schockiert hat. "Da bin ich Händler", sagte er. Die Nachfrage gibt ihm recht, die Hälfte seiner Bestände ist verkauft. Und für das Weihnachtsgeschäft hat er nachgeordert.

Unbekannte hatten am Morgen des 25. November ein Gitter vor einem Fenster des historischen Grünen Gewölbes durchtrennt, das Fenster samt Rahmen entfernt und waren in die barocke Schatzkammer eingedrungen. Dort hatten sie mit einer Axt eine Vitrine eingeschlagen, Schmuckstücke mit Diamanten und Brillanten von unschätzbarem Wert herausgeholt und waren geflüchtet.

(dpa/lin)

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