- Wien 01.04.2020 - Coronavirus Krise - Maskenpflicht - Als Konsequenz aus der schnellen Verbreitung des Coronavirus ist es ab 6.4. Pflicht in Supermärkten und Drogerien einen Mundnasenschutz MNS zu tragen. Die Supermarktketten verteilen diese Masken seit heute den Kunden am Eingang. Die Masken sind gratis und werden von den Supermärkten finanziert. PHOTO: Kunden und Angestellte dürfen nur mehr mit Mund-Nasen-Schutz in die Supermärkte // Vienna, Austria - Corona virus crisis - Mask requirement - As a consequence of the rapid spread of the corona virus, it is from 6.4. Obligatory to wear mouth protection MNS in supermarkets and drug stores. The supermarket chains have been distributing these masks to customers at the entrance since today. The masks are free and are financed by the supermarkets. PHOTO: Customers and employees can o PUBLICATIONxNOTxINxAUT

Klopapier wird in den Läden wieder zu einem begehrten Gut. Bild: www.imago-images.de / photonews.at/Georges Schneider

Hamsterkäufe im Supermarkt gehen wieder los: Aldi führt Klopapier-Regel ein

Die Corona-Pandemie ist mit voller Wucht zurück – und damit auch sämtliche Begleiterscheinungen, die wir bereits aus der ersten Welle im April kennen. Ein Beispiel: Hamsterkäufe. Einige Discounter meldeten bereits wieder eine erhöhte Nachfrage von einzelnen Produkten, darunter auch Toilettenpapier.

Doch die Discounter dürften aus den leergefegten Regalen von April gelernt haben. So versuchte eine Edeka-Filiale beispielsweise mit einem kreativen Video, das auf Twitter veröffentlicht wurde, Hamsterkäufen vorzubeugen.

Auch Aldi reagiert auf steigende Nachfrage – und führt Regel ein

Auch die Discounter-Kette Aldi verzeichnet langsam wieder einen steigende Nachfrage von Klopapier. Wie das Online-Portal "Chip" berichtet, führte das in einigen Aldi-Süd-Filialen in Süddeutschland bereits dazu, dass wieder eine Regelung zum Kauf von Klopapier gilt: Aldi verkauft nur noch maximal zwei Packungen pro Kunde.

Nachdem es im April zu Hamsterkäufen gekommen war und Klopapier in den Geschäften knapp wurde, hatten viele Einzelhändler mit einer ähnlichen Regelung reagiert.

Ein leeres Regal in einem Supermarkt in Essen, Hamsterkaeufer haben das Regal mit dem Toilettenpapier leergekauft, die Supermarktkette informiert auf einem Schild, dass die Hoechstabgabemenge an Toilettenpapier zwei Packungen pro Einkauf betraegt, Supermarkt in Essen, 20.03.2020. *** An empty shelf in a supermarket in Essen, hamster buyers have bought the shelf with the toilet paper empty, the supermarket chain informs on a sign that the maximum amount of toilet paper is two packs per purchase, supermarket in Essen, 20 03 2020

Aushänge wie dieser waren im April häufig in den Supermärkten zu finden. Bild: www.imago-images.de / Malte Ossowski/SVEN SIMON

Doch so schlimm wie zu Beginn der Pandemie sieht die Situation momentan offenbar noch nicht aus. Auf Anfrage von watson teilte Aldi Nord mit: "Die Warenverfügbarkeit in unseren Märkten ist sichergestellt." Zwar beobachte man eine erhöhte Nachfrage bei Toilettenpapier, doch man stehe im engen Austausch mit Lieferanten und Logistikpartnern, "um auf Nachfragen schnell eingehen zu können." Wegen der Erfahrungen zu Beginn der Pandemie habe man die Liefermenge bereits erhöht.

"Für Hamsterkäufe gibt es nach wie vor keinerlei Anlass."

Außerdem betont Aldi Nord: "Unsere Kunden bitten wir weiterhin, bedarfsgerecht einzukaufen. Für Hamsterkäufe gibt es nach wie vor keinerlei Anlass." Eine Regelung, wie eine maximale Anzahl von Packungen pro Person gibt es demnach bei Aldi Nord noch nicht, doch der Discounter stellt klar: "Im Falle von Einkäufen und Warenkörben, die über haushaltsübliche Menge hinausgehen, weisen unsere Mitarbeiter die Kunden entsprechend darauf hin."

Aldi Süd sieht sich gut gerüstet

Aldi Süd erklärt gegenüber watson, man verzeichne aktuell erstmals wieder einen Anstieg der Nachfrage nach vereinzelten Produkten. "Wir möchten betonen, dass es für Hamsterkäufe keinerlei Anlass gibt", fügt die Sprecherin hinzu.

Man berücksichtige die Nachfrageentwicklung im Bestellprozess, die Filialen beachteten bei der Nachbestellung von Produkten die jeweilige Nachfrage vor Ort. "Aufgrund der Erfahrungen der vergangenen Monate beobachten wir Nachfrageschwankungen sehr genau, um etwaige Lieferengpässe vermeiden zu können."

"Grundsätzlich sind wir auf eine steigende Nachfrage vorbereitet und erwarten derzeit keine Einschränkungen bei der Verfügbarkeit."

Wenn in einzelnen Filialen die Nachfrage bestimmter Produkte haushaltsübliche Mengen deutlich übersteige, könnten sich die Kollegen für eine eingeschränkte Abgabe entscheiden. Eine unternehmensweite Vorgabe diesbezüglich gebe es nicht.

(lau)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Dorian 21.10.2020 19:33
    Highlight Highlight Wenn es nicht so ernst und zum Heulen wäre, könnte man über diese Idioten lachen : In einer Beziehung wird Corona verleugnet und die Gefährlichkeit herabgespielt, in der anderen erfasst sie dann die Panik und kaufen alles rigoros auf, da wird nur noch an den eigenen A... gedacht und nicht mehr an andere. Dummheit Pur !!!!
  • Songarete 20.10.2020 22:57
    Highlight Highlight Die Regel ist ja gut und schön, nur schwierig, wenn man für andere mit einkauft, die das alleine nicht können bzw. Risikopatienten sind. Gerade denn soll man ja aber helfen. Da kann es schon sein, dass man dann mal 3 Packungen braucht.
  • stahlbau-grauerwolf 20.10.2020 18:33
    Highlight Highlight da hoffe ich doch nur auf die Vernunft der Menschen,
    aber das ist leicht gesagt.
    Werden Waren knapp versucht man zu hamstern und dann wird zwangsläufig eingeteilt; insbesondere bei den
    täglichen Artikeln etc.
    Eine Sache die ich aus Kriegszeiten kenne und danach;
    insofern für mich keine Besonderheit.
    Darum, geeignete Maßnahmen können Gegensteuern.
    • Kolos 24.10.2020 15:30
      Highlight Highlight Wer hat evt. Schuld an solchem Verhalten? Ich denke, das sind die Politiker, die sich tagtäglich mit neuen Infektionszahlen überbieten und manche Politiker, wie in Bayern, drohen mit dem nächsten Lockdown. Das war schon immer so, dass die Politiker die Stimmung im Lande beeinflusst haben. Dann muss man sich nicht wundern, dass die Menschen vorsorgen wollen. Man kann auch dabei den Mass halten. Nur, wir leben in einer Zeit, wo alles möglich ist. Also liebe Politiker, wenn, dann nicht ständig nur Horrorszenarien bauen, auch sie sollen die Auswirkungen berücksichtigen müssen.

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