Österreich
 town entrance sign of village Fucking Tarsdorf Ober

Fucking over: Das Hundert-Einwohner-Dorf in Österreich ändert seinen Namen. Bild: imago images / Volker Preußer

Fucking wird Fugging – was das für eine deutsche Brauerei bedeutet

Das weltweit berühmte Dorf Fucking in Oberösterreich ändert seinen Namen. Der Ort mit rund 100 Einwohnern heißt ab dem 1. Januar Fugging.

Davor gebe es noch einige Verwaltungsschritte zu erledigen, sagte die Bürgermeisterin der Muttergemeinde Tarsdorf, Andrea Holzner, am Donnerstag dem Sender "OE24". Die Entscheidung des Tarsdorfer Gemeinderats von Mitte November war Anfang der Woche an der Amtstafel der Gemeinde im Bezirk Braunau am Inn veröffentlicht worden. Fucking liegt etwa zehn Kilometer von der Grenze Österreichs zu Bayern entfernt.

Den Fuckingern hat es gereicht

Überlegungen der leidgeplagten Fuckinger, ihren Ortsnamen zu ändern, gab es in den vergangenen Jahren häufig. Das Dorf taucht auf internationalen Listen lustiger Ortsnamen auf. Immer wieder wurden wegen der Namensgleichheit mit dem obszönen englischen Begriff Ortsschilder gestohlen.

Die US-amerikanische Pornoseite "Pornhub" schenkte den Bewohnern Fuckings im Zuge eines Marketing-Gags 2018 lebenslangen Zugang zu der Sonderleistung "Pornhub Premium". Sogar eine Brauerei benennt eines ihrer Biere nach dem Ort.

"Fucking Hell" ist ein deutsches helles Bier, das seit seiner Genehmigung im Jahr 2010, weltweit verkauft wird. Von 2011 bis 2013 wurde Fucking Hell in der badischen Privatbrauerei Waldhaus gebraut. Seit 2013 hat das Brauhaus Hartmannsdorf bei Chemnitz die Produktion übernommen. Wenn jetzt der kleine österreichische Ort selbst seinen Namen ändert, geht auch für die Brauerei die Anlehnung an das Dorf verloren. Das betreffe die Brauerei aber nicht, eine Namensänderung sei ebenfalls kein Thema, sagt ein Sprecher gegenüber watson.

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Das Bier "Fucking Hell" ist nach einem kleinen Dorf in Österreich benannt. screenshot: fucking-hell.de

Einige Einwohner Fuckings nutzten die Aufmerksamkeit im vergangenen Herbst dagegen für symbolische Zwecke und bildeten mit Plakaten Wortspiele mit besonders drastischen Forderungen rund um das Ortsschild.

(vdv/mit Material von dpa)

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