ARCHIV - 28.11.2019, Vereinigte Arabische Emirate, Abu Dhabi: Motorsport: Formel-2-Weltmeisterschaft, vor der Qualifikation. Formel-2-Fahrer Mick Schumacher spricht mit Journalisten auf der Yas Marina Rennstrecke. (Zu

Mick Schumacher fährt für das Haas-Team, Hauptsponsor: ein russischer Chemie-Konzern. Bild: dpa / Kamran Jebreili

Die Lackierung seines Formel-1-Autos könnte für Mick Schumacher zum Problem werden

Beim Haas-Rennstall gab es am Donnerstag eine große Enthüllung: das Design für den neuen Formel-1-Boliden. Über den Look des Rennwagens wird seitdem ausgiebig diskutiert, denn die Lackierung zeigt eine Russland-Flagge. Das könnte jetzt Konsequenzen für den Haas-Fahrer Mick Schumacher haben, berichtet die "Bild"-Zeitung.

Beide Seiten, die Motorenabdeckung und die Frontflügel sind Weiß-Blau-Rot lackiert. Die Welt-Anti-Doping-Agentur (Wada) hat jetzt Untersuchungen eingeleitet. In einem Statement sagt die Organisation: "Wir sind uns dieses Falls bewusst und sehen ihn uns mit den zuständigen Behörden an."

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Der neue Boliden im Russland-Look. bild: haasf1team.com

Russland ist bis 2022 von allen Sportveranstaltungen ausgeschlossen

Der Grund ist, dass das internationale Sportgericht Russland aufgrund systematischem Dopings bis 2022 gesperrt hat. Nikita Mazepin, der Teamkollege von Mick, ist gebürtiger Russe, darf aber wegen des Urteils nicht unter russischer Flagge antreten. Die Lackierung kommt demnach als Überraschung und fällt wohl in eine rechtliche Grauzone.

Die Fia äußert sich bezüglich des Urteils: "Die Entscheidung untersagt nicht die Verwendung der russischen Farben." Das Design solle also legitim sein.

Mick Schumacher stört sich nicht am Design seines Wagens

Die Farben sind deshalb so prominent auf dem Flitzer vertreten, weil der Hauptsponsor aus Russland kommt: Uralkali. Der Chemiekonzern gehört nebenbei noch dem Vater von Schumachers Teamkollegen Mazepin.

Mick hat mit den Farben kein Problem, er sagt: "Ich sehe nur die Team-Farben darin und freue mich, damit auf die Strecke zu kommen." Er fügt hinzu: "Wenn das die Team-Farben sind, bin ich happy damit, wenn es Pink wäre, würde ich auch in Pink fahren. Solange es schnell ist und ich gut fahre, stört es mich nicht."

(lfr)

Analyse

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Der Formel-1-Bolide wartete schon, aber ein bisschen Zeit hatte Mick Schumacher noch vor dem Start – also fasste er die Bedeutung dieses Tages in aller Kürze selbst zusammen. "Für mich wird jetzt ein lebenslanger Traum wahr", sagte der 22-Jährige in Bahrain, sprang wenig später ins Cockpit, trat aufs Gas – und ist nun offiziell Teil der Königsklasse. Eine Hauptrolle spielte er in seinem ersten Rennen wie erwartet nicht. Im unterlegenen Haas sammelte er am Ende des Feldes Kilometer und …

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