Fußball International
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Die türkische Nationalmannschaft am Montagabend. Bild: Le Pictorium Agency via ZUMA

Eklat bei EM-Quali: Türkische Nationalmannschaft wiederholt umstrittenen Militär-Gruß

Die Türkei hat die Tabellenführung in Gruppe H behauptet. In einer hitzigen Partie teilten die Türken mit Frankreich die Punkte – und jubelten wie schon beim Sieg gegen Albanien mit einem Militär-Gruß.

Fußball-Weltmeister Frankreich hat die vorzeitige Qualifikation für die EM-Endrunde 2020 verpasst. Das Team von Nationaltrainer Didier Deschamps kam in St. Denis gegen Tabellenführer Türkei nicht über ein 1:1 (0:0) hinaus. Beide Teams haben 19 Punkte, die Türkei hat durch den 2:0-Sieg im ersten Aufeinandertreffen den direkten Vergleich gegenüber der Equipe Tricolore gewonnen.

Olivier Giroud köpfte die Franzosen in Führung

Olivier Giroud köpfte die Franzosen nach einem Eckball in Führung (76.), Abwehrspieler Kaan Ayhan von Fortuna Düsseldorf traf nach einem Freistoß ebenfalls per Kopf (82.) zum Ausgleich. Erneut salutierten türkische Spieler und zeigten so ihre Sympathie mit der Politik von Präsident Recep Tayyip Erdogan.

Türkische Spieler hatten bereits am Freitag beim Spiel gegen Albanien mit einer militärischen Ehrenbezeugung auf dem Spielfeld den Siegtreffer zum 1:0 den in Syrien eingesetzten Soldaten gewidmet und damit für Aufsehen gesorgt. Die Europäische Fußball-Union wird ein Verfahren einleiten und zunächst Stellungnahmen von den Beteiligten einholen. Das UEFA-Verfahren kann sich gegen den Verband oder aber auch gegen einzelne Spieler richten. Nach den Statuten des Dachverbands sind politische Äußerungen und Gesten auf dem Spielfeld in UEFA-Wettbewerben untersagt.

Auch im England-Spiel kam es zu hässlichen Szenen:

Außenminister sagte Besuch in der Türkei ab

Frankreichs Außenminister Jean-Yves Le Drian hatte vor dem Hintergrund der türkischen Militäroffensive in Syrien seine Teilnahme an dem EM-Qualifikationsspiel abgesagt. Das bestätigten Kreise des Außenministeriums in Paris. Die Militärintervention der Türkei war in Frankreich und anderen Ländern stark kritisiert worden.

Island feierte derweil einen 2:0 (1:0)-Sieg gegen Andorra und steht mit 15 Zählern auf Rang drei. Albanien wahrte durch einen lockeren 4:0 (3:0)-Sieg bei Außenseiter Moldau mit zwölf Punkten die Restchance auf die Teilnahme an der EM-Endrunde.

(dpa/sid)

Dieser Artikel erschien zuerst auf t-online.de.

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