Formel 1: Auftakt der Testfahrten, International Circuit von Sakhir. Mick Schumacher vom Haas F1 Team (r) und sein russsischer Teamkollege Nikita Mazepin stehen für Werbeaufnahmen für die Formel 1 bereit.

Die Haas-Piloten Nikita Mazepin (links) und Mick Schumacher (rechts). Bild: dpa / Hasan Bratic

Teamchef erklärt: Deswegen ist Mick Schumacher besser als Teamkollege Mazepin

Mick Schumacher kann nach seinen ersten vier Formel-1-Rennen bisher ein positives Fazit ziehen: Es läuft gut für den Haas-Piloten. Weniger gut läuft es für seinen Teamkollegen Nikita Mazepin. Er kam bisher bei jedem Rennen nach Schumacher ins Ziel. Haas-Teamchef Günther Steiner erklärt jetzt bei "Autosport", woran das liegt und welchen großen Vorteil Schumacher hat.

Steiner sagt, dass der diesjährige Haas-Wagen nicht gut zum Fahrstil des Russen Mazepin passt. Immer wieder lässt Haas durchblicken, dass klar ist, dass das Auto extrem schwer zu fahren ist. Das liegt unter anderem an der mangelnden Balance und fehlender Bodenhaftung. Das Problem für Mazepin ist laut Steiner aber insbesondere das nervöse Heck. Mazepin sei in seiner Junior-Karriere vor allem dann gut gefahren, wenn er ein stabiles Heck hatte. Steiner sagt, man versuche dies mit einigen Veränderungen am Setup auszugleichen. "Das ist das Einzige, was man tun kann".

Schumacher kommt instabiles Heck entgegen

Ganz anders sieht es bei Mick Schumacher aus. Er kommt gut mit dem Heck klar und glaubt, dass es ihm sogar in die Karten spielt. "Jeder weiß, dass manche Fahrer einen anderen Fahrstil haben. Ich zum Beispiel mag es, ein instabiles Heck zu haben, und ich mag es, eine starke Front zu haben", so Schumacher bei "RTL". Das sei aktuell ein Vorteil für ihn. "Es ist nicht so, dass wir komplett unterschiedliche Richtungen einschlagen. Aber trotzdem haben wir unterschiedliche Vorlieben beim Auto." Zuletzt hatte Schumacher gezeigt, dass er das Heck gut beherrscht.

Am Wochenende steht nun das legendäre Rennen in Monaco an. "Das Wichtigste wird, die Fahrzeuge auf der Strecke zu halten, den Leitplanken fernzubleiben und das Rennen zu Ende zu bringen", sagt Steiner bei "Formelaustria". "Wenn du in Monaco einmal in der Bande steckst, ist deine Session gelaufen", so der Teamchef. Die Strecke erlaube keine Unachtsamkeit.

Weiter lobt er Schumacher für seine Leistungen: "Mick macht riesige Fortschritte". Und: "Nikita hängt momentan noch hinterher, aber das kriegen wir auch hin. Es gibt immer einen Piloten, der vorne ist und einen der dahinter landet, so ist das halt".

Zuletzt hatte Schumacher in einem Interview mit "RTL" gezeigt, dass ihm das Duell mit Mazepin nicht so wichtig ist. Er betonte, es sei nicht wichtig immer vorne zu sein. "Es ist wichtiger, zu versuchen das Auto und das Team nach vorne zu bringen, damit wir gemeinsam die Punkte für das Team sammeln können, denn das macht am Ende den Unterschied auch für nächstes Jahr."

(pas)

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