Feminismus
Three happy friends with coffee cups talking about their lifes and relations in living room at home

Schon lange nötig, jetzt durchgesetzt. Bild: Getty Images/iStockphoto

Menstruationsprodukte sind in Schottland nun kostenlos

Laut einer Studie der "Huffington Post" geben Frauen im Leben für ihre Periode rund 21.700 Euro aus. Dabei geht es aber nicht nur um Tampons und Binden. Manchmal ist auch neue Unterwäsche nötig, Schmerzmittel oder Schokolade. Schottland macht jetzt einen großen Schritt und geht auf die Frauen zu.

Am 25. Februar verabschiedete das schottische Parlament ein neues Gesetz. Hygieneartikel wie Tampons und Binden sind ab dem Zeitpunkt kostenlos – das ist weltweit einmalig. Erhältlich sein sollen sie in öffentlichen Toiletten wie von Jugendklubs, Bahnhöfen oder Schwimmbädern, außerdem in Apotheken. Seit zwei Jahren stehen die Hygieneartikel schon in Schulen und Universitäten zur freien Verfügung.

Seit Jahren kämpfte diese Politikerin für das Gesetz

Die schottische Labour-Abgeordnete Monica Lennon ist Initiatorin des Gesetzes und brachte das Thema schon 2017 zur Diskussion. Sie hofft damit nicht nur die "Würde der Periode" zu wahren, sondern auch einen gesamtgesellschaftlichen Wandel anzustoßen.

Lennon sagt:

"Es handelt sich nicht um Luxusartikel, sondern um Produkte, die dazu dienen, die essenziellen Bedürfnisse zu stillen."

Reuters

Deutschland hat die höchste Tamponsteuer

Länder wie Kenia, Kanada, Südafrika oder Indien sind sogenannte Tamponparadiese. Dort bezahlt man keine Steuern auf die für Frauen notwendigen Hygieneartikel. In Deutschland werden Tampons mit 7 Prozent veranschlagt. Das ist aber nicht immer so gewesen. Bis zum Jahreswechsel galten Tampons und Binden als sogenannte Luxusgüter und wurden mit 19 Prozent verkauft.

Eine amüsante Protestaktion dagegen gibt es von "The Female Company". Dort kann man "Tampons im Buch" kaufen. Bücher werden in der deutschen Gesetzgebung nämlich nur mit 7 Prozent besteuert.

Bild

Das Tampon-Buch enthält Damen-Hygiene. Bild: the female company presse

(joey/reuters)

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