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José Mourinho ist der neue Trainer von Tottenham Hotspur. bild: imago images/sportimage

Mourinho neuer Tottenham-Trainer – schlägt Bayern jetzt bei Pochettino zu?

José Mourinho ist der neue Trainer von Tottenham Hotspur. Nur wenige Stunden nach der Entlassung von Maurizio Pochettino stellten die Spurs "The Special One" als Nachfolger vor.

Für den Portugiesen ist es nach dem FC Chelsea London (zweimal) und Manchester United das vierte Engagement in der Premier League. Mourinho hat in Nord-London einen Vertrag bis 2023 unterschrieben.

"Ich freue mich darauf, mich einem Klub mit einem so großen Erbe und so leidenschaftlichen Fans anzuschließen", wird der 56-jährige Portugiese in der Mitteilung zitiert. "Die Qualität sowohl in der Mannschaft als auch im Nachwuchsbereich begeistert mich. Die Arbeit mit diesen Spielern hat mich hergelockt."

Spurs-Boss Daniel Levy: "Einer der erfolgreichsten Trainer im Fußball"

"Mit José haben wir einen der erfolgreichsten Trainer im Fußball bekommen", freut sich Spurs-Boss Daniel Levy. "Er hat eine große Erfahrung, kann Teams inspirieren und ist ein großartiger Taktiker. Er hat bei jedem Klub, den er trainiert hat, Titel gewonnen. Wir sind uns sicher, dass er Energie und Glauben zurück in die Kabine bringen wird."

Mourinho gewann in seiner Trainerkarriere 2004 mit dem FC Porto und 2010 mit Inter Mailand die Champions League. Außerdem wurde er jeweils zweimal Meister mit dem FC Porto und Inter Mailand, dreimal mit Chelsea und einmal mit Real Madrid. Mit Porto (2003) und Manchester United (2017) triumphierte er zudem in der Europa League.

Pochettino schon länger in der Krise

Mit Pochettino trennte sich Tottenham gestern von dem Trainer, der den Klub in den vergangenen Jahren an der Spitze der nationalen Meisterschaft etabliert hat. In den fünf absolvierten Saisons unter dem Argentinier klassierten sich die Nordlondoner zum Schluss immer innerhalb der Top fünf.

Die erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem Argentinier, der über Southampton im Norden Londons gelandet war, gipfelte in der vergangenen Saison im Erreichen des Champions-League-Finals, welches man gegen Liverpool mit 0:2 verlor.

In der Premier League zeichnete sich bei den Spurs die Krise dagegen bereits im letzten Drittel der Vorsaison ab. Nur drei von zwölf Spielen hatte Tottenham im Endspurt der Premier League zu seinen Gunsten entscheiden können. Die Serie an schwachen Resultaten setzte sich mit Beginn dieser Saison fort. Drei Siege aus zwölf Spielen – den letzten davon im September – bedeuteten nun Pochettinos Ende als Trainer. Nun soll es also Mourinho richten.

Ist für Pochettino jetzt der Weg frei zum FC Bayern?

Während das Mutterland des Fußballs über die Rückkehr von Mourinho diskutiert, hat der FC Bayern bei seiner Trainersuche plötzlich eine neue Option: Pochettino.

"Er hat es in Tottenham über Jahre top gemacht", sagte der Münchner Nationalspieler Joshua Kimmich über den Argentinier, "sie hatten eine Riesenkonstanz in den letzten Jahren, waren immer vorn mit dabei, mit dem Highlight Champions-League-Finale. Er ist ein Top-Trainer."

Aber, fügte Kimmich an: "Ich weiß nicht, ob er für uns in Frage kommt."Das muss die bayerische Trainerfindungskommission mit Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge und Sportdirektor Hasan Salihamidzic beantworten. Zumindest Salihamidzic wird nachgesagt, er sei ein "Fan" von Pochettino. Schon vor dem Engagement des inzwischen geschassten Niko Kovac 2018 soll er bei ihm angefragt haben, beim Audi Cup im vergangenen Sommer in München wurde der Kontakt intensiviert.

Laut Rummenigge soll zwar Hansi Flick die Bayern "bis Weihnachten und möglicherweise darüber hinaus" anleiten. Mit Pochettino ist aber nun plötzlich der gesuchte große Name frei – anders als die zuletzt für Sommer gehandelten Pep Guardiola, Thomas Tuchel oder Erik ten Hag. Pochettino gilt als Entwickler mit großem Einfühlungsvermögen.

(as/pre/dpa/sid)

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