Die E-Scooter könnten eine Entlastung für die Umwelt sein.
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Bild: Westend61 / Westend61
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Studie: E-Scooter könnten jährlich 30 Millionen Tonnen CO2 einsparen

22.06.2021, 13:13

In großen Städten stehen sie mittlerweile an jeder Ecke: mietbare E-Scooter diverser Anbieter. Das Investitionsunternehmen EIT InnoEnergy hat jetzt in einer Studie herausgefunden, dass die Elektroroller eine Verbesserung der Umwelt und der Wirtschaft bringen könnten – dafür müssen aber mehr Leute öfter auf den Roller zurückgreifen.

Die sogenannte Mikromobilität – also elektrisch angetrieben Kleinstfahrzeuge wie E-Scooter oder E-Bikes – hat ein riesiges Potenzial, belegt die Studie.

Jährlich könnten durch die Verbreitung der Technologie rund 30 Millionen Tonnen CO2 eingespart werden. Auch die Wirtschaft würde danken: Bis 2030 könnten in Europa eine Million Jobs geschaffen werden.

E-Scooter wurden in der Stadtplanung nicht bedacht

Damit diese Zukunft auch eintrifft, müssten die Elektroroller aber weit mehr genutzt werden, als dies derzeit der Fall ist. Laut dem Institut werden nur rund 0,1 Prozent aller innerstädtischen Fahrten mit Mikromobilitätsfahrzeugen gemacht.

Der Grund: Für viele Situationen sind die Fahrzeuge einfach ungeeignet. Weder der Transport von Lebensmitteln, das Abholen von Kindern, noch das Ausliefern von Paketen ist mit einem der Roller oder Fahrräder praktikabel.

Als die Scooter in ganz Europa auf den Straßen erschienen sind, wurde nicht bedacht, wie man sie am besten in das Mobilitätsnetzwerk einbindet. Die Nutzerzahlen zeigen, dass sich das gerächt hat.

Die überstürzte Einführung hat dem Ansehen der Roller geschadet

Dazu kommen eine kurze Lebensdauer und hohe Betriebskosten durch das Aufladen und Umparken der Fahrzeuge. Die Studienautorin Jennifer Dungs sagt hierzu: "Die Mikromobilitätsflotten der ersten Generation wurden übereilt auf den Markt gebracht. Dabei wurde viel zu wenig darüber nachgedacht, wie diese in unser übergeordnetes Transportsystem integriert werden können."

Deshalb würden die Fahrzeuge derzeit nur einen geringen Beitrag leisten, "um den bestehenden Herausforderungen in unseren urbanen Räumen wie Luftverschmutzung, Staus, hohen Lärmpegeln oder dem Platzmangel zu begegnen. Es sind sogar neue Probleme entstanden, die sowohl der Wahrnehmung als auch der Wirtschaftlichkeit von Mikromobilität geschadet haben", so Dungs.

Grundlage der Studie war die Stadt München

Auch bei der Entsorgung bereiten die Roller Probleme: Bei Untersuchungen des Lufthansa Innovation Hubs aus dem Jahr 2019 wurde festgestellt, dass die E-Scooter durch die Herstellung und Entsorgung, umweltschädlicher sind als reguläre Mopeds.

Die Studie des Investitionsunternehmens EIT InnoEnergy empfiehlt vor allem auf eine umweltfreundlichere Produktion umzuschwenken. Insbesondere bei Motoren und Batterien soll hier auf hochwertige und Wartungsarme Technik gesetzt werden. Die Städte müssten die Mikromobilität unterstützen und nicht durch Regeln erschweren.

Als Grundlage der Studie diente die Stadt München und wie die Einwohner mit Mikromobilität umgehen. Die Ergebnisse wurden dann auf 100 europäische Städte hochgerechnet.

(lfr)

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