Filme und Serien

"Das Damengambit" schlägt bei Netflix voll ein. Bild: Netflix

"Das Damengambit" bricht Netflix-Rekord – und löst ungewöhnlichen Hype aus

Netflix veröffentlicht nahezu unüberschaubar viele Filme und Serien, weshalb viele der Eigenproduktionen ohne ein nennenswertes Maß an Aufmerksamkeit in der digitalen Bibliothek versickern. Ganz anders verhält es sich im Fall von "Das Damengambit". Diese Roman-Adaption geht gerade nämlich total durch die Decke und verbucht nach einem Monat eine Rekordzahl an Aufrufen.

Wie Netflix über seine offizielle Twitter-Präsenz verkündete, wurde "Das Damengambit" in den ersten 28 Tagen nach Erscheinen weltweit 62 Millionen Mal angeschaut. Das macht die Produktion zur erfolgreichsten Netflix-Miniserie überhaupt.

"Das Damengambit" bei Netflix bringt Schach wieder in Mode

"Das Damengambit" (im Original: "The Queen's Gambit") basiert auf dem gleichnamigen Buch von Walter Tevis. Im Zentrum steht die junge Beth Harmon (gespielt von Anya Taylor-Joy), die sich in der Männer-Domäne Schach behaupten will. Angesiedelt ist die Geschichte in den 1950er und 1960er Jahren.

Auf den ersten Blick könnte nun der Eindruck entstehen, "Das Damengambit" sei nur etwas für ausgewiesene Schach-Fanatiker. Dem ist aber ganz und gar nicht so. Entscheidend ist vielmehr die Art und Weise, wie Beth fünfzehn Jahre lang um ihr großes Ziel kämpft und sich unnachgiebig durchbeißt. Schach-Kenntnisse sind für Zuschauer also gerade nicht vonnöten. Die Serie ist ziemlich kurzweilig und hat auf Twitter auch schon viele Fans gefunden.

Neuer Hype: Schach!

Schach als Sportart scheint sich nun sogar einer ganz neuen Beliebtheit zu erfreuen. The hype is real:

Viele Abonnenten, die "Das Damengambit" gesehen haben, empfinden Beths Reise offenbar als faszinierend, denn die junge Aufsteigerin lässt sich selbst von schlimmen Schicksalsschlägen nicht aufhalten. Auch die detailverliebte Ausstattung der Serie zieht das Publikum in ihren Bann.

Warum die Netflix-Zahlen mit Vorsicht zu genießen sind

Die Netflix-Verantwortlichen entscheiden nach Gutdünken, ob sie Zuschauerzahlen veröffentlichen, eine weitergehende unabhängige Kontrolle in Bezug auf deren Richtigkeit besteht nicht. Diese Einordnung ist natürlich auch beim "Das Damengambit"-Rekord wichtig.

Gemäß dem "Hollywood Reporter" funktioniert die Auswertung durch den Streaming-Dienst wie folgt: Es werden sämtliche Profile berücksichtigt, die mindestens zwei Minuten einer Serien-Episode gestreamt haben. Bereits dann gilt die jeweilige Serie als "geschaut". Dass die oben erwähnten 62 Millionen Netflix-Kunden alle sieben Folgen von "Das Damengambit" gesehen haben, ist mithin noch lange nicht gesagt, denn Abbrecher sind von der Zahl potentiell ebenso erfasst.

(ju)

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