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Bild:imago/watson-montage

"Fuck you Greta" – Amazon nimmt Anti-Thunberg-Sticker aus dem Programm

Schon für 2,99 Euro gibt es ihn: Hass pur. Hass, der sich an einer 16-Jährigen abarbeitet. Und zwar in Form von Stickern mit sehr eindeutigen Botschaften, die sich gegen die Umweltaktivistin Greta Thunberg richten.

"Schnüffel an meinem Auspuff Greta", ist noch die harmlose Heckaufklebervariante. "Fick dich Greta", "Greta stinkt" oder "Lieber Kernkraft als Flüchtlingsstrom" sind Klebeartikel, die dann auf Zweideutigkeit verzichten.

Um solche Spruchsticker zu bekommen, reicht ein Klick. Es gibt sie etwa via Onlinebestellung bei Amazon. Beziehungsweise es gab sie. Nach einer watson-Anfrage sind sie dort nicht mehr erhältlich.

Wir hatten Amazon nach unserer Recherche um eine Stellungnahme gebeten. Denn Amazon hat für solche Fälle eigentlich eindeutige Richtlinien. Darin nennt das Unternehmen als Beispiel für unzulässige Angebote, "Produkte, die Hass oder Gewalt gegenüber Personen oder Gruppen fördern, dazu anstiften oder verherrlichen."

Ein Amazon-Sprecher antwortete watson, dass sich alle Amazon Verkaufspartner an die Verkaufsbedingungen zu halten hätten. "Erlangen wir Kenntnis über einen Verstoß, ergreifen wir entsprechende Maßnahmen, die die Schließung des Verkäufer-Kontos beinhalten können."

Und Amazon reagierte.

Zuvor hatten diverse Anbieter die Sticker als wasser- und wischfest durch eine Speziallaminierung gepriesen – samt einer UV-Imprägnierung, "damit auch der heißeste Sommer der Farbbrillanz des Aufklebers nichts anhaben kann".

Und die Anti-Greta-Kunden zeigten sich begeistert: "Schnelle Lieferung, gute Qualität. Ist was zum Schmunzeln", schreibt Sylke etwa. Auch Stefan gibt fünf von fünf möglichen Sternen: "Ein MUSS für jeden Gegner der Klimaideologie."

Hetze fürs deutsche Auto

Dank diverser Anbieter kann sich der Deutsche seinen Greta-Zorn ans Auto kleben. Die Sticker sind quasi fahrende Wandtattoos für Wutbürger. Protestschildchen, die sich Herr Meier dann auf seinen Diesel klebt, um es der Welt da draußen aber mal so richtig zu zeigen. So eine Art Kofferraumrebellion – festgemacht an einer 16-Jährigen.

Offenbar feiern fantasiebefreite Hecksprüche gerade eine kleine Renaissance. Kannten wir sie aus den 90ern eher in der Variante nicht lustig ("Lieber der Erste im Verkehr, als der Letzte im Stau"), scheint das deutsche Heck mittlerweile auch ein Ort für politische Botschaften zu sein.

Aber wer bestellt solche Aufkleber? Auch da half Amazon. "Kunden, die diesen Artikel angesehen haben, haben auch angesehen": Ein braunes T-Shirt mit der Aufschrift: "Auch ohne Sonne braun."

Wer steckt dahinter?

Nicht Amazon selbst hat die Aufkleber vertrieben. Dahinter stecken Drittanbieter, die Amazon als Plattform nutzen.

Ein Anbieter ist "Shirtzshop". Dort kann man neben "Fuck you Greta. Keine Macht den Ökoterroristen" auch Putin-Tassen oder Kapuzenpullis bestellen, die den russischen Präsidenten zeigen, wie er oberkörperfrei einen Bären bereitet. Auch Pullover mit eisernem Kreuz, Adler, Schwert und Lorbeerkranz und dem Schriftzug "Ich bin einer von denen, die schon länger hier leben" werden dort angeboten.

Ein anderer Anbieter, der ebenfalls auf Amazon unterwegs ist, nennt sich "Wotan Textil" und macht mit Wikingerschneidebrettern und Runen-Symbolik Kasse. In der rechten Szene ist der Rückgriff auf germanische Symbole und Mythologie besonders beliebt. Dort steht "wotan" auch für "Will Of The Aryan Nation" ("Wille der arischen Nation") – angelehnt an den germanischen Gott Wotan. Außerdem nannte sich eine rechtsextreme Gruppe in Berlin Ende der 80er-Jahre "Wotans Volk". Auch martialische Wandtattoos hat "Wotan Textil" im Sortiment. Etwa: "Gegner sind wie Bäume. Sie fallen, wenn man eine Axt in sie rammt."

Sag mir nicht, dass ich nicht nachhaltig genug lebe

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