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 Deutschland, Berlin, Bundestag, Fraktion LINKE., Katja Kipping, Bernd Riexinger, 12.11.2019 *** Germany, Berlin, Bundestag, LEFT Group, Katja Kipping, Bernd Riexinger, 12 11 2019

Treten beide nicht mehr zu Wahl des Parteichefs an: Katja Kipping und Bernd Riexinger. Bild: www.imago-images.de / Christian Thiel via www.imago-images.de

Nach Kipping zieht sich auch Riexinger als Linken-Parteichef zurück

Nach der Linken-Chefin Katja Kipping hat auch ihr Co-Vorsitzender Bernd Riexinger angekündigt, im Oktober nicht wieder für den Spitzenposten zu kandidieren. Das gab der 64-Jährige am Samstag in einer schriftlichen Erklärung an den Bundesvorstand und weitere Parteigremien bekannt. Die Doppelspitze war vor gut acht Jahren in Kampfabstimmungen gewählt worden. Mit dem Rückzug der beiden Vorsitzenden steht der Linken nun auf dem Parteitag in Erfurt vom 30. Oktober bis 1. November ein personeller Umbruch bevor.

Kipping hatte bereits am Freitag in einem Brief an die Parteigremien angekündigt, nicht mehr anzutreten. Es sei "an der Zeit, etwas Neues zu beginnen", schrieb die 42-Jährige darin. Riexinger schrieb nun in seiner fünfseitigen Erklärung: "Ich habe die Arbeit als Parteivorsitzender sehr gerne gemacht und bin stolz darauf, dass wir Die Linke zu einer gesamtdeutschen Partei aufgebaut und weiterentwickelt haben, die heute eine stabile Kraft im bundesdeutschen Parteiensystem ist." Er werde sich "weiterhin mit Begeisterung und Optimismus für eine starke Linke engagieren".

Der Rückzug der beiden kommt nicht ganz überraschend. Laut Satzung soll kein Parteiamt länger als acht Jahre durch dasselbe Mitglied ausgeübt werden. Kipping begründete ihren Rückzug auch mit Respekt vor der Parteisatzung: "Innerparteiliche Demokratie heißt, dass jedes Amt ein Amt auf Zeit ist - und das ist auch gut so." Acht Jahre an der Parteispitze hätten ihr zudem einiges abverlangt. "Wir sind bekanntlich eine lebendige Partei, die mitunter auch gerne miteinander rauft."

Der baden-württembergische Gewerkschafter Riexinger wird dem linken Flügel der Partei zugerechnet. Seit 2017 sitzt er auch als Abgeordneter im Bundestag, genauso wie Kipping, die dem Parlament bereits seit 2005 angehört.

Wer folgt auf Kipping und Riexinger?

Eigentlich wollte die Linke schon im Juni einen neuen Parteivorstand wählen. Der Parteitag wurde wegen der Corona-Pandemie aber auf das Wochenende vom 30. Oktober bis 1. November verschoben. Wer Kipping und Riexinger nachfolgen wird, ist noch unklar. Doch es gibt mögliche Kandidatinnen, die im Gespräch sind:

Die hessische Fraktionsvorsitzende Janine Wissler...

 07.05.2019, xmkx, Politik , Politischer Salon an der Dreieichschule Langen mit Janine Wissler v.l. Janine Wissler MdL, Die Linke Fraktionsvorsitzende im Hessischen Landtag und stellvertretende Bundesvorsitzende, Langen Hessen Deutschland DE Dreieichschule Langen *** 07 05 2019 xmkx Politics Political Salon at the Dreieichschule Langen with Janine Wissler v l Janine Wissler MdL The Left Party Party Chairwoman in the Hessian Parliament and Deputy Federal Chairwoman Langen Hessen Germany DE Dreieichschule Langen

Bild: imago images / Patrick Scheiber/Kegler

... und die thüringische Fraktionschefin Susanne Hennig-Wellsow könnten die Nachfolge von Riexinger und Kipping antreten.

News Bilder des Tages Thüringer Landtag 19.02.2020 , Erfurt, Thüringer Landtag im Bild: Fraktionsvorsitzende Susanne Hennig-Wellsow Die LINKE gibt ein Statement *** Thüringer Landtag 19 02 2020 , Erfurt, Thüringer Landtag in the picture Chairwoman of the parliamentary group Susanne Hennig Wellsow Die LINKE gives a statement

Bild: www.imago-images.de / KH

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow dankte Kipping für ihre Arbeit in den vergangenen Jahren. "In schwierigen Zeiten hast Du Verantwortung übernommen und ich habe mich von Dir immer gut unterstützt gefühlt", schrieb er im Kurznachrichtendienst Twitter. Ihr langjähriger Fraktionskollege Stefan Liebich twitterte: "Für neue linke Mehrheiten kämpfen wir gemeinsam. An welcher Stelle auch immer."

Auch SPD-Vize Kevin Kühnert schrieb bei Twitter: "Großen Respekt für viele Kämpfe der letzten Jahre, für deine Empathie und die Ausdauer, sozialen Bewegungen zu Hör- und Sichtbarkeit zu verhelfen. Freue mich, dass weiterhin mit dir gerechnet werden darf."

(hau/dpa)

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