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 Bereich der Panda-Garten waehrend der Feierlichen Namenverkuendung der Panda-Jungs Meng Yuan und Meng Xiang im Zoo Berlin am 9. Dezember 2019. Die Namen bedeuten Erfuellter Traum und Ersehnter Traum . Namensverkuendung fuer die Panda-Jungs im Zoo Berlin *** Area of the Panda Garden during the Ceremonial Name Announcement of the Panda Boys Meng Yuan and Meng Xiang at Berlin Zoo on 9 December 2019 The names mean fulfilled dream and desired dream Name Announcement for the Panda Boys at Berlin Zoo

Der Zoo Berlin hatte am Wochenende noch geöffnet. Bild: www.imago-images.de / Emmanuele Contini via www.imago-images.de

Wie deutsche Zoos mit der Corona-Krise umgehen

Das öffentliche Leben kommt im Zuge der Coronakrise zum Erliegen – und das ist gut so. Je weniger Kontakt Menschen in der nächsten Zeit untereinander haben, desto weniger kann sich Sars-CoV-2 verbreiten. Die Krankenhäuser können sich um jene kümmern, die das Virus tatsächlich befallen hat. Landesweit schließen also Schulen, Kindertagesstätten, Kulturbetriebe. Die Bundesregierung und die Länder einigten sich am Montag auf die Schließung zahlreicher Einrichtungen wie Bars, Kinos oder auch Museen.

Wie ergeht es den Zoos in diesen Tagen? Hier kommen auch viele Menschen zusammen und die Empfehlung ist, sich nicht in Massen zusammenzufinden.

Watson hat beim Verband der Zoologischen Gärten (VdZ) nachgefragt. Der VdZ vertritt in vier Ländern, darunter neben Deutschland auch Österreich und die Schweiz, 71 wissenschaftlich geführte Zoos und registriert laut eigenen Angaben 40 Millionen Zoobesuche jährlich.

Wir wollten vom Verband wissen, wie seine Mitglieder mit der Corona-Epidemie umgehen und ob seine Zoos am vergangenen Wochenende einen Rückgang der Besucherzahlen verzeichnen konnten.

Die Zoos des VdZ stünden in engem Austausch mit den jeweils zuständigen Behörden und kommunalen Organen, versicherte uns ein Sprecher. "Zum Teil haben sie bereits aufgrund der Gefährdungslage vor Ort geschlossen, zum Teil folgen weitere Schließungen in den nächsten Stunden bzw. Tagen."

Wo Zoos noch nicht geschlossen haben, "haben unsere Mitglieder die Angebote deutlich eingeschränkt, um dem Ansteckungsrisiko Rechnung zu tragen". So seien zum Beispiel viele Tierhäuser geschlossen, nur die Freiluftgehege seien zu besichtigen. Gerade in Tierhäusern drängen sich für gewöhnlich viele Menschen, um Spinnen, Schlangen oder andere seltene Tierarten zu bestaunen.

Zoos waren am Wochenende "gut besucht"

Andere Hotspots in Zoos sind meist die Restaurants. Dort ergeht laut VdZ "der Hinweis zur Einhaltung des von Experten vorgegebenen Abstandes zwischen den Besuchern".

Weiter seien vielfach "die Hygienemaßnahmen deutlich erweitert worden, so dass den Besuchern unter anderem Desinfektionsmittel zur Verfügung steht".

Trotz der eindringlichen Warnung seitens der Bundesregierung und Behörden strömten die Menschen am Wochenende dennoch in die Zoos. Das Wetter war vielerorts gut, und vor allem für Familien mit Kindern sind die Tiergärten ein beliebtes Ausflugsziel. Der Tierpark Berlin etwa twitterte noch am Sonntag:

Auf unserer Frage hin, ob die VdZ-Zoos einen Rückgang der Besucherzahlen verzeichnet hätten, hieß es vom Verband: "Zum Teil waren die Zoos, die weiterhin geöffnet sind, am Wochenende noch ziemlich gut besucht."

So war es am Wochenende auch in München, wo der Tierpark Hellabrunn ebenfalls bei Twitter verkündet hatte, geöffnet zu haben. Seit Montagmittag ist klar: Der Zoo bleibt am dem 17. März "bis auf Weiteres" geschlossen.

(pcl)

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