Deutschland

Lehrer fordern: Macht das Abitur strenger und bremst Eltern, die ihre Kinder überschätzen

Haben es Abiturienten zu leicht an deutschen Schulen? Und kommen zu viele Grundschüler an die falschen weiterführende Schulen? Ja, findet der Deutsche Philologenverband und fordert, die Lehranforderungen zu verschärfen. Im Abitur soll demnach strenger benotet werden und die Empfehlungen von Grundschullehrern sollen zusammen mit bundesweiten Tests in der letzten Grundschulklasse mehr Gewicht bekommen.

Was fordert der Philologenverband genau?

Für Abiturienten:

Nötig seien aussagekräftigere Abiturnoten, sagte die Verbandsvorsitzende Susanne Lin-Klitzing der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Dies sei erforderlich, "wenn wir wollen, dass die jungen Menschen gut auf das Arbeitsleben oder ein Studium vorbereitet werden".

Lin-Klitzing fordert:

Lin-Klitzings Begründung: Viele Schülerinnen und Schüler bekämen "eine positivere Rückmeldung über ihre Leistung, als es ihrem realen Stand entspricht". Das könnte sie vor Schwierigkeiten stellen, wenn sie sich den Anforderungen im Berufsleben nach der Schule stellen müssen. 

"Jenseits der Schule kann eine entsprechend falsche Selbsteinschätzung aber Probleme für die Betroffenen bringen."

Susanne Lin-Klitzing

Für Grundschüler:

Auch für Grundschüler schlug die Verbandsvorsitzende eine Änderung vor:

Um festzulegen, auf welche Schule ein Kind kommt, schlägt Lin-Kitzling eine Kombination vor aus:

"Die Noten für diese Tests sollten als ein Bestandteil in die Grundschulempfehlung eingehen", sagte Lin-Klitzing. "Dazu sollte die Empfehlung der Lehrer auf Basis der weiteren Leistungen der Schülerinnen und Schüler sowie das Votum der Eltern kommen."

(dpa)

Was hältst du von den Vorschlägen? Schreib es in die Kommentare?

Kennst du alle?

abspielen

Video: watson/marius notter, elisabeth kochan

2
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
2Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Avaiv 08.01.2019 02:38
    Highlight Highlight Das mit dem Übergang von der Grundschule zum Gymnasium finde ich ja noch ok. ABER das Abi ist schon schwer genug vor allem da man für einige Studiengänge ein 1,0 oder 1,1 Abi braucht, was wenn es die 1 nur bei 100% gibt nahezu unmöglich wäre.
  • DerTaran 08.01.2019 00:16
    Highlight Highlight So eine blödsinnige Forderung und was für eine Anmassung.

18 Jahre nach 9/11: Das sind die 4 aktuellsten Entwicklungen

Rund 3000 Menschen verloren bei den Terroranschlägen vom 11. September 2001 ihr Leben. Der Tag stellt eine Zäsur in der Weltgeschichte dar und wird als Anfang des "War on Terror" angesehen.

18 Jahre danach ist der Fall noch längst nicht abgeschlossen. Vier Entwicklungen aus jüngster Zeit.

Die Anschläge in New York töteten knapp 3000 Menschen, darunter waren über 400 Feuerwehrleute, Polizisten und Sanitäter. Die Nachwirkungen sind jedoch ungleich größer:

Laut eines Berichts des "Guardian" sind mehr …

Artikel lesen
Link zum Artikel