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Angela Merkel (gespielt von Heike Reichenwallner) in der ZDF-Doku. Bild: zdf

Ungarischer Botschafter beschwerte sich über ZDF-Merkel-Doku – nun antwortet der Sender

Das Dokudrama "Stunden der Entscheidung – Angela Merkel und die Flüchtlinge" sorgt für Drama.

In einem offenen Brief hatte bereits kurz nach Ausstrahlung der ZDF-Sendung vorige Woche der ungarische Botschafter in Deutschland die Darstellung einiger Aspekte der Flüchtlingskrise 2015 kritisiert.

Nun antwortet der Intendant des ZDF, Thomas Bellut, den Vorwürfen in einem Brief. Das Schreiben liegt der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" vor.

"Stunden der Entscheidung: Angela Merkel und die Flüchtlinge"

Die ZDF-Doku behandelte die Ereignisse vom 4. September 2015 – jenem Tag, an dem Angela Merkel entschied, die deutschen Grenzen nicht zu schließen, sondern ankommenden Migranten zu helfen.

Tausende Flüchtlinge waren zuvor im Bahnhof in Budapest festgesessen, machten sich schließlich auf nach Deutschland.

Das Dokudrama kombiniert dabei echte Aufnahmen von 2015 von Angela Merkel und dem Bahnhof in Budapest mit nachgestellten, geschauspielerten Szenen.

Das steht im Schreiben zur Merkel-Doku des ZDF:

Weiter heißt es in dem Schreiben laut "FAZ": Den Produzenten des Doku-Dramas sei es "trotz zahlreicher Anfragen bei staatlichen ungarischen Stellen bis hin zu Ministerpräsident Viktor Orbán selbst" nicht gelungen, zur Vorbereitung des Films einen Gesprächspartner aus Ungarn zu treffen.

Györkös hatte in seinem Brief angeboten, dem ZDF "bei Interesse an den Tatsachen oder dem ungarischen Standpunkt jederzeit bereitwillig zur Verfügung" zu stehen. Bellut will also sagen: Dafür wäre während der Vorbereitungen für die Doku auch Zeit gewesen, aus Ungarn sei aber keine Antwort gekommen.

(ll)

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