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Britain's Prince Harry and Meghan Markle ride in an open-topped carriage after their wedding ceremony at St. George's Chapel in Windsor Castle in Windsor, near London, England, Saturday, May 19, 2018. (Aaron Chown/pool photo via AP) |

Harry und Meghan heirateten am Samstag. Bild: POOL PA/AP Images

Shitstorm nach der Royal Wedding: So reagiert das ZDF auf die Rassismus-Vorwürfe

Nach der Kritik an den Kommentaren zur Royal Wedding hat das ZDF Rassismusvorwürfe entschieden zurückgewiesen. Zugleich teilte der Mainzer Sender mit, einige Formulierungen der Sendung seien auch im eigenen Haus selbstkritisch diskutiert worden.

Die ganze Welt sah dabei zu, als sich Prinz Harry und Herzogin Meghan am Samstag in Windsor das Jawort gaben. Eine nachrichtliche Großlage, über die auch das ZDF berichtete. Doch die Kommentatoren der Sendung verärgerten mit ihrer Berichterstattung die Netzgemeinde.

In einigen Medien und sozialen Netzwerken war kritisiert worden, auf welche Weise die afroamerikanische Herkunft der Braut thematisiert worden war. Schnell war von rassistischen und sexistischen Kommentaren die Rede, denn immer wieder wurde die Braut als "afroamerikanisch" oder "exotisch" bezeichnet.

Das ZDF betonte, grundsätzlich sei es journalistisch angemessen gewesen, auch die Frage von Meghans Herkunft in den Gesprächen mit Experten zu beleuchten. Während der rund vierstündigen Liveübertragung habe es zwei Gesprächsrunden dazu gegeben. "Eine davon wurde angeregt durch Fragen der Zuschauer." Der Wandel des britischen Königshauses hin zu einer weltoffenen Monarchie sei ein Thema, das in Großbritannien und Deutschland von großem öffentlichen Interesse sei.

Wünschenswert wäre es laut ZDF zwar gewesen, in der Sendung einer Repräsentantin oder einem Repräsentanten der schwarzen Gemeinschaft in Großbritannien noch mehr Raum zu geben. Aus Termingründen sei es aber zum Beispiel der Autorin und Kolumnistin Afua Hirsch nur möglich gewesen, an einem "Außen-Set" die Bedeutung der afroamerikanischen Wurzeln Meghan Markles für die britische Gesellschaft einzuordnen.

Auch der Hersteller der Dickmann's Schokoküsse war in die Kritik geraten. Zur Hochzeit veröffentlichte er auf Facebook ein Bild der Werbefigur Dickie mit dem Slogan "Ein Schaum in Weiß".

(pb/dpa)

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