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Die neuen Galaxys auf einen Blick, aber die spannendste Neuheit fehlt hier noch. twitter.com/coldester

Samsung enthüllt wohl nicht nur das Galaxy S 10, sondern eine faltbare Weltneuheit

Wir stehen wenige Stunden vor Samsungs Galaxy-S10-Event: Vieles spricht dafür, dass die Produkte-Show zum zehnjährigen Jubiläum der Galaxy-Marke nicht enttäuschen wird – und wir erwarten gar eine Weltneuheit.

Oliver Wietlisbach / watson.ch

An diesem Mittwochabend enthüllt Samsung das Galaxy S10 – und zwar in drei Versionen. Am meisten zu reden geben könnte aber das erste faltbare Smartphone der Südkoreaner: das Galaxy Fold.

An biegbaren Geräten wird seit mindestens 2011 geforscht und entwickelt, nun endlich sehen wir vermutlich das erste Endprodukt eines namhaften Herstellers. Zeigt Samsung heute sein Falt-Smartphone, kommen die Südkoreaner der Konkurrenz zuvor, die ebenfalls seit Jahren an biegbaren Geräten tüftelt, die zusammengeklappt als Handy und geöffnet als Tablet genutzt werden können.

Während Informationen zum Galaxy S10, S10 Plus und zum kleineren und günstigeren S10e bereits seit Tagen im Netz die Runde machen – die Geräte sind sogar in einem geleakten TV-Spot zu sehen – bleibt das völlig neue Galaxy Fold wohl bis heute Abend ein Phantom. Die Enthüllung kannst du ab 20 Uhr hier auf watson im Livestream mitverfolgen.

Der Livestream startet um 20 Uhr

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Samsung enthüllt die neuen Smartphones heute Abend an einem Event in San Francisco. Video: YouTube/Samsung

Wer nicht auf die offizielle Ankündigung warten kann: Hier ist alles, was wir bereits wissen.

Die Standard-Modelle: Galaxy S10 und S10 Plus

Wie gehabt gibt es das normale Galaxy und eine größere Plus-Version, die dieses Jahr OLED-Displays mit einer Diagonale von 6.1 bzw. 6.4 Zoll haben.

Bei beiden Modellen nimmt das Display mit je 3040 mal 1440 Pixeln fast die ganze Vorderseite ein, da Samsung die Front-Kamera(s) zum ersten Mal ins Display integriert. Das Galaxy S10 hat eine Front-Kamera, das teurere Plus-Modell deren zwei. Am unteren Rand bleibt weiterhin ein schmaler Rahmen sichtbar.

Dank eines kompletten Datenblattes, welches das Tech-Portal GSMArena publiziert hat, kennen wir fast alle Details der neuen Galaxy-Modelle: So ist der Rahmen wie bisher aus Metall, die Rückseite besteht aus Glas, genau genommen Gorilla Glass 6, das zumindest etwas stabiler als so manch andere Glas-Rückseite ist.

Die Akkus haben eine Kapazität von 3400 bzw. 4100 mAh beim Plus-Modell. Geladen wird über den schnellen USB-C-Anschluss oder kabellos per Induktion.

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Alle drei neuen Galaxy-S10-Modelle haben einen klassischen Kopfhörer- sowie einen USB-C-Anschluss.

Europäische Galaxy-S10-Käufer erhalten Samsungs aktuell schnellsten Prozessor (Exynos 9820) sowie das jährliche Speicher-Upgrade mit bis zu 12 GB RAM und bis zu 1 TB Speicherplatz (jup, richtig gelesen) bei der Luxus-Variante, die weit über 1000 Euro kosten dürfte.

Als sicher gilt, dass sich der interne Speicher bei allen Modellen erweitern lässt.

Auf der Rückseite finden sich drei unterschiedliche Kamera-Linsen. Die Hauptkamera mit 12-Megapixel erlaubt einen optisch stabilisierten 2-fach-Zoom. Die zweite 12-MP-Kamera ermöglicht Weitwinkelaufnahmen. Dazu gesellt sich die Ultra-Weitwinkelkamera (123 Grad Sichtfeld) mit 16 Megapixel.

Der Fingerprint-Scanner liegt nicht mehr auf der Rückseite oder im Home-Button, sondern unter der Display-Oberfläche. Im Normalbetrieb ist er unsichtbar. In-Screen-Fingerprintscanner kennt man bereits von Huaweis Mate 20 Pro, Samsung soll aber eine eigene Technologie entwickelt haben und spricht von "Ultrasonic Fingerprint" mit 3D-Abdruck für eine erhöhte Sicherheit.

Samsungs In-Screen-Fingerprintscanner dürfte ähnlich funktionieren wie hier beim Huawei Mate 20 Pro zu sehen.

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Bild: watson

Alternativ können die neuen Galaxys auch weiterhin per Gesichtserkennung entsperrt werden.

Auch dieses nützliche Feature haben wir bereits bei Huawei gesehen: Nun kann auch das Galaxy andere Geräte kabellos bzw. per Induktion aufladen. Hierzu muss man das zweite Gerät (Handy, Kopfhörer, Smartwatch etc.) lediglich auf die Rückseite des Galaxy S10 / Plus legen. Ist das S10 dabei mit dem USB-C-Ladekabel verbunden, hat man ein kleines Ladepad. Hängt das S10 selbst nicht am Ladekabel, wird die Energie dem Akku entzogen. Das S10 entlädt sich in diesem Fall, während beispielsweise die Kopfhörer geladen werden.

Der kleine Bruder: Galaxy S10e

Was für Apple das iPhone XR ist, ist für Samsung das Galaxy S10e. Eine kleinere, technisch leicht abgespeckte und dafür etwas günstigere Version der Top-Modelle.

Beim Galaxy S10e fällt das Display mit 5.8 Zoll etwas kleiner aus (2280 mal 1080 Pixel). "Außerdem ist der Touchscreen komplett flach und an den Seiten nicht abgerundet wie bei den anderen Modellen", schreibt das Tech-Portal winfuture.de.

Das S10e hat statt der Dreifach-Kamera auf der Rückseite "nur" eine Dual-Kamera. Die fehlende dritte Kamera bedeutet, dass das S10e keine Ultra-Weitwinkel-Aufnahmen schießen kann. Ansonsten dürfte die Bildqualität nahezu gleichauf mit den Top-Modellen sein, da die Kameras technisch fast identisch sind.

Keine Abstriche macht Samsung bei der Leistung: Im günstigeren S10e steckt der gleiche Prozessor wie im S10 und S10 Plus und mit 6 GB Arbeitsspeicher (RAM) und 128 GB Speicherplatz dürfte das S10e für die allermeisten Handy-Nutzer mehr als ausreichend sein. Als sicher gilt, dass sich der interne Speicher erweitern lässt.

Auf den ersten Blick der gewichtigste Nachteil gegenüber den teureren Modellen ist der mit 3100 mAh deutlich kleinere Akku.

Im Unterschied zum S10 (Plus) steckt der Fingerabdruck-Scanner nicht im Display, sondern im Power-Button auf der Seite.

Der Formwandler: Das Galaxy Fold

Dass bereits im Vorfeld fast alles über die neuen Galaxy-S-Modelle bekannt ist, dürfte Samsung dieses Jahr nur bedingt stören. Die Südkoreaner haben noch ein Ass im Ärmel. Das seit Jahren erwartete Galaxy Fold.

Über das erste Falt-Smartphone von Samsung wissen wir auch Stunden vor der Enthüllung so gut wie nichts. Samsung könnte heute das Galaxy Fold auf der Bühne präsentieren – oder auch nur ein Video davon zeigen.

Bereits Anfang November 2018 hat Samsung seine faltbaren Bildschirme, Infinity Flex Display genannt, zum ersten Mal offiziell präsentiert. Das biegsame Display sei "die Basis für das Smartphone für Morgen", schwärmte Samsung-Manager Justin Denison. Heute zeigen die Südkoreaner mit größter Wahrscheinlichkeit ihr erstes faltbares Gerät, das wohl zwei Displays haben wird. Zusammengeklappt dürfte es so groß wie ein gewöhnliches Smartphone sein, aufgeklappt erhält man ein kleines Tablet.

Über die technischen Daten gibt es nur wage Gerüchte, die man hier nachlesen kann. So gut wie sicher ist, dass das 2-in-1-Gerät ein teurer Spaß werden wird.

Ob das Falt-Gerät tatsächlich "das nächste große Ding" werden wird? Wer mehr wissen will, kann heute Abend den Livestream in diesem Artikel (siehe oben) mitverfolgen.

Das Zubehör

Kein Geheimnis sind die weiteren Geräte, die heute offiziell präsentiert werden. Samsung hat sein Zubehör gleich selbst geleakt. Für viele Samsung-Kunden wohl das spannendste Zubehör sind die kabellosen Kopfhörer Galaxy Buds, die es in Schwarz, Weiß und offenbar auch in Gelb geben wird.

Galaxy Buds

Kabelloses Laden ist dieses Jahr ein großes Thema bei Samsung. Deshalb bringt man eine neue Version des drahtlosen Ladepads, das zwei Geräte gleichzeitig induktiv lädt.

Wireless Charger Duo Pad

"Das über ein USB-C-Netzteil selbst mit Energie versorgte Duo Pad bietet auf dem großen Ladebereich (Qi-Charging) maximal 10 Watt, während das kleine Ladefeld bis zu 5 Watt an die Uhr oder andere Geräte liefern kann", schreibt Winfuture. Induktives Laden ist relativ langsam, möchte man mehrere Geräte über Nacht mit Strom versorgen, könnte sich die Anschaffung jedoch lohnen. Das Duo Pad soll ca. 90 Euro kosten.

Galaxy Watch Active

Auch eine weitere Smartwatch findet bald den Weg in die Läden. Die Galaxy Watch Active dürfte sich an die Zielgruppe Sportler richten.

Mit den Fitness-Armbändern Galaxy Fit und Galaxy Fit e will Samsung auch Fitbit Konkurrenz machen.

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