International

Polizei eröffnet Ermittlungsverfahren gegen Sarkozy

In der seit Jahren schwelenden Affäre um angebliches Geldspenden aus Libyen für den Wahlkampf 2007 hat die französische Justiz ein Ermittlungsverfahren gegen den früheren Staatspräsidenten Nicolas Sarkozy eröffnet. Dem 63-Jährigen werden "passive Korruption", unerlaubte Wahlkampffinanzierung und Hehlerei bei der Hinterziehung öffentlicher Gelder Libyens vorgeworfen, bestätigten Justizkreise der dpa. Sarkozy bestreitet demnach die Anschuldigungen.

Er sei nun unter Justizkontrolle, hieß es weiter aus den Justizkreisen. Das könnte laut französischen Medien bedeuten, dass Sarkozy beispielsweise das Land nicht mehr verlassen dürfe oder Reisen bei einem Richter anmelden müsse.

Darum geht's:

FILE - In this Dec. 10 2007 file photo, French President Nicolas Sarkozy, left, greets Libyan leader Col. Moammar Gadhafi upon his arrival at the Elysee Palace, in Paris. Former French President Nicolas Sarkozy was placed in custody on Tuesday March 20, 2018as part of an investigation that he received millions of euros in illegal financing from the regime of the late Libyan leader Moammar Gadhafi. (AP Photo/Francois Mori)

Sarkozy und Gaddafi 2007 in Paris  Bild: AP

Sarkozy war am Dienstag in Gewahrsam genommen und auf einer Polizeidienststelle in Nanterre westlich von Paris vernommen worden. Er habe zwar zu Hause übernachten dürfen, sei dann am Mittwoch aber erneut dort befragt worden, sagte eine mit dem Fall vertraute Person der Nachrichtenagentur AP.

(gam/afp/dpa/ap)

Themen
0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

"Neue Stufe behördlicher Schikane": Ocean Viking in Italien festgesetzt

Das private Rettungsschiff "Ocean Viking" ist nach Angaben der Betreiberorganisation nach elfstündiger Inspektion am Mittwoch im Hafen von Porto Empedocle auf Sizilien festgesetzt worden.

Die italienischen Behörden hielten das Schiff auf unbestimmte Zeit fest, teilte SOS Mediterranee in der Nacht zum Donnerstag mit. Es handle sich um "eine neue Stufe behördlicher Schikane", beklagte die Hilfsorganisation. Das Schiff habe mehr Personen befördert, als im Zertifikat für die Ausrüstung …

Artikel lesen
Link zum Artikel