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President Donald Trump speaks with reporters on the South Lawn of the White House, Wednesday, June 26, 2019, in Washington. Trump is en route to Japan for the G-20 summit. (AP Photo/Alex Brandon)

Bild: Alex Brandon/AP

"Unwürdig für den Anführer der freien Welt" – nun kritisieren auch Republikaner Trump

Donald Trumps rassistischeTweets vom Sonntag machen noch immer die Runde. Auf dem Nachrichtendienst forderte der US-Präsident mehrere Abgeordnete der Demokraten dazu auf, in ihre vermeintlichen Heimatländer zurückzugehen und die Probleme dort zu lösen, statt den USA gute Ratschläge zu geben.

Trump nannte in der Nachricht zwar keine Namen, spielte aber unmissverständlich auf eine Gruppe von vier aufstrebenden demokratischen Abgeordneten im Repräsentantenhaus an. Alle vier sind US-Bürgerinnen. Alexandria Ocasio-Cortez ist puerto-ricanischer Abstammung, geboren in New York; Rashida Tlaib ist Tochter palästinensischer Einwanderer, geboren in Detroit; Ayanna Pressley ist Afroamerikanerin, geboren in Chicago. Ilhan Omar kam zwar in Somalia auf die Welt, wurde aber schon als Teenager in den USA eingebürgert.

U.S. Reps Ayanna Pressley (D-MA), Ilhan Omar (D-MN),  Rashida Tlaib (D-MI) and Alexandria Ocasio-Cortez (D-NY) hold a news conference after Democrats in the U.S. Congress moved to formally condemn President Donald Trump's attacks on the four minority congresswomen on Capitol Hill in Washington, U.S., July 15, 2019. REUTERS/Erin Scott

Bild: Erin Scott/reuters

Nebst den Demokraten, die sich lautstark gegen die Tweets wehrten, kritisieren nun auch Republikaner die Aussagen Trumps. Tim Scott, der einzige schwarze Senator der Republikanischen Partei warf Trump Rassismus vor. Anstatt den Demokraten mit Argumenten zu begegnen, hätte Trump "mit inakzeptablen persönlichen Angriffen und rassistisch beleidigender Sprache reagiert", so Scott.

Auch Will Hurd, Republikaner im Repräsentantenhaus, sagte gegenüber dem Sender CNN, dass Trumps Tweets "dem Anführer der freien Welt unwürdig" seien.

Die republikanische Senatorin Susan Collins forderte Trump gar dazu auf, die Twitter-Attacken zurückzunehmen. Sie sei zwar mit der Politik der Demokraten ebenfalls nicht einverstanden, die Tweets des Präsidenten seien jedoch unangebracht gewesen.

Zahlreiche Politiker der Republikaner aber verteidigten die Tweets von Trump auch. Senator Lindsey Graham stimmte auf Fox News in die Kritik des US-Präsidenten gegen Ocasio-Cortez ein. Der Abgeordnete Andy Harris nannte die Tweets "offensichtlich nicht rassistisch".

(ohe/dpa)

Trumps Twitter-Tiraden: So begann @realdonaldtrump

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