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Zigaretten-Packungen in einem Laden (Symbolfoto). Bild: imago/epd/Juergen Blume

Mann glaubt, sich auf Zigaretten-Schockbild zu erkennen – unklar ist, wie er da hinkam

Der 60-Jährige staunte nicht schlecht, als er auf eine Tabakpackung blickte – und sich selbst wiedererkannte. Die Rede ist von einem namentlich nicht genannten Albaner, der mittlerweile in Frankreich lebt. Seine Geschichte sorgt dort nun landesweit für Aufsehen.

Doch der Mann hat sein Bein nicht durch die Folgen einer Rauchererkrankung verloren...

Tatsächlich verlor der 60-jährige Albaner dem Medienbericht zufolge sein Bein bei einer Schießerei im Jahr 1997. Jahre später zog er nach Frankreich, um sich dort behandeln zu lassen. In Metz hoffte der Mann auf die Heilung – und wurde bei seinem dortigen Krankenhausaufenthalt eben auch fotografiert.

Dieses Foto – so behaupten er und seine Familie – sei dann Jahre später als Warnung nicht nur auf der Packung einer, sondern mehrerer Zigarettenmarken gelandet, die in der Region zwischen Luxemburg und Frankreich vertrieben werden. Und das ohne, dass der Mann jemals eine Einverständniserklärung für die Nutzung unterschrieben hätte.

Ist das Bein des Mannes wirklich auf der Zigaretten-Packung?

Die Familie ist davon überzeugt, dass auf dem Foto eines Beinstumpfes tatsächlich ihr Vater zu sehen ist. Die Narben seien derart charakteristisch, dass eine Verwechslung ausgeschlossen sei. Das bekräftigt auch der Anwalt der Familie: "Jede Narbe ist spezifisch, einzigartig. Dieser Mann hat auch Brandspuren am anderen Bein, das ist eindeutig. Ein Experte wird keine Probleme haben, das Bild zu identifizieren", sagte er "Le Republicain Lorrain".

Die Familie behauptet nicht nur, sie handelt auch. Sie fragten bei der Europäischen Komission an, die die Verbreitung der Bild-Warnhinweise auf Zigarettenschachteln seit 2016 regelt. Die knappe Antwort aus Brüssel: "Wir haben die Identität, die Vereinbarung und die Rechte für alle Menschen, die für diese Kampagne fotografiert wurden. Aus den Informationen, die wir haben, können wir ohne Zweifel sagen, dass diese Person nicht dazu gehört", zitiert "Le Parisien" eine Sprecherin der EU-Kommission.

Der Familienvater selbst sei, so sagte seine Tochter der "Le Republicain Lorrain" verzweifelt. Ärzten vertraue er seit dem Vorfall nicht mehr.

Die Familie hat einen Anwalt eingeschaltet, der nun juristisch gegen die EU-Komission vorgehen will. Die Familie will erfahren, wer für die Freigabe des Fotos verantwortlich ist.

(pb)

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