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Nach massivem Widerstand: Jetzt äußert sich von der Leyen zur EU-Nominierung

Einen Tag nach ihrer Nominierung zur ersten Kommissionspräsidentin der EU hat Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) am Mittwoch im Europaparlament um Unterstützung geworben.

In den nächsten zwei Wochen wolle sie einen "intensiven Dialog" mit den unterschiedlichen Fraktionen und Gruppen im Europaparlament führen, sagte von der Leyen nach dem Treffen mit Sassoli. Sie wolle "viel zuhören" und dem Parlament dann in zwei Wochen ihre Vision von der EU darlegen. Europa müsse "in der Welt hörbar und sichtbar sein", betonte von der Leyen. Dies sei eine der wichtigen Aufgaben für die nächsten Jahre.

Wie geht es für sie weiter?

Am Donnerstag wird die amtierende Bundesverteidigungsministerin in Brüssel erwartet, wo sie nachmittags mit dem EU-Ratspräsidenten Donald Tusk sprechen will. Von der Leyen war am Dienstag nach schwierigen Verhandlungen von den EU-Staats- und Regierungschefs als Nachfolgerin von EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker vorgeschlagen worden.

Wer ist gegen von der Leyen?

Im Europaparlament stößt die Nominierung der CDU-Politikerin vor allem bei Vertretern der Linken sowie bei den Grünen auf massive Kritik. Sie pochen darauf, dass für das Amt der EU-Kommissionspräsidenten nur Bewerber in Frage kommen, die zuvor bei der Europawahl Spitzenkandidat einer Partei waren. Die Sozialdemokraten wollten daher ihren Spitzenkandidaten, den bisherigen Vize-Präsidenten der Kommission, Frans Timmermans durchsetzen. 

Grundsätzlich treten auch die Mitglieder der christdemokratischen Europäischen Volkspartei (EVP) für dieses Prinzip ein. Da die EVP bei der Wahl das beste Ergebnis einfuhr, hatte deren Spitzenkandidat Manfred Weber (CSU) den Brüsseler Spitzenposten bis zuletzt für sich beansprucht. Erst am Dienstagabend verzichtete er auf diesen Anspruch. Im Rat der EU-Staaten waren beide Spitzenkandidaten auf heftigen Widerstand gestoßen.

In Deutschland stört sich auch die SPD an der Nominierung von der Leyens. Mit der Nominierung "würde der Versuch, die Europäische Union zu demokratisieren, ad absurdum geführt", schrieben die kommissarischen SPD-Chefs Malu Dreyer, Manuela Schwesig und Thorsten Schäfer-Gümbel. Aufgrund des Widerstands hatte sich Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) im EU-Rat bei der Nominierung enthalten müssen.

Bei der Ernennung der Kommissionsmitglieder hat auch das Europaparlament ein Mitspracherecht. Die Abstimmung über die Personalie von der Leyen ist für den 16. Juli geplant. Von der Leyen braucht die absolute Mehrheit im ersten und einzigen Wahlgang.

(pb/afp)

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