Bild

Ein Flüchtlingsboot auf dem Mittelmeer. Bild: Johannes Moths/imago (archivfoto)

Mittelmeer: Marokkanische Marine schießt auf Flüchtlingsboot – Frau stirbt

Die marokkanische Marine hat am Dienstag im Mittelmeer auf ein Flüchtlingsboot geschossen und dabei eine Frau getötet. 

Der Vorfall ereignete sich den Angaben zufolge nahe M'diq-Fnideq unweit der Hafenstadt Tanger. Zunächst habe es vier Verletzte gegeben, erklärten die Behörden. Eine Marokkanerin sei dann im Krankenhaus ihren Verletzungen erlegen. Der spanische Steuermann sei unverletzt geblieben und festgenommen worden. Die Bootsinsassen hätten auf dem Boden gelegen und seien nicht zu sehen gewesen. 

Seit Italien Bootsflüchtlingen die Einreise verweigert, machen sich wieder mehr Migranten auf den Weg nach Spanien. Nur wenige Kilometer trennen Marokko und Südspanien voneinander, außerdem liegen in Marokko die spanischen Exklaven Ceuta und Melilla. 

Wie kommt es zu dem harten Vorgehen Marokkos?

Spanien verlangt von Marokko, illegale Ausreisen zu verhindern. Das nordafrikanische Land hat nach eigenen Angaben seit Jahresbeginn 54.000 Menschen an der Ausreise Richtung EU gehindert. Spanien zählte seit Anfang 2018 mehr als 38.000 ankommende Flüchtlinge.

(pb/afp)

Separatisten mit Mehrheit in Katalonien – aber Sozialisten sehr stark

Separatistische Parteien haben am Sonntag bei der Parlamentswahl in der von Spanien fortstrebenden Region Katalonien ihre Mehrheit ausbauen können. Sie können damit wie schon bisher die Regionalregierung in Barcelona stellen und den Konfrontationskurs für die Unabhängigkeit der im Nordosten Spaniens gelegenen Region fortsetzen. Rund 5,6 Millionen Menschen waren zur Wahl aufgerufen. Die Wahlbeteiligung sackte angesichts der Corona-Pandemie auf nur 53,56 Prozent ab, wesentlich weniger …

Artikel lesen
Link zum Artikel