International
Bild

bild: imago images/ aap / unsplash / Watson montage

4 Monate nach Christchurch-Anschlag: Neuseeländer geben ihre Waffen ab

Dutzende Neuseeländer haben im Zuge eines Regierungsprogramms vier Monate nach einem rechtsextremen Doppelanschlag mit 51 Toten ihre Waffen abgegeben.

Mehr als 433.000 Neuseeland-Dollar (257.000 Euro) wurden an Entschädigungen ausgezahlt. Der örtliche Polizeichef Mike Johnson sagte, in der gesamten Verwaltungsregion Canterbury, zu der auch Christchurch gehört, hätten 903 Waffenbesitzer 1415 Waffen zur Abgabe registriert.

Neuseeland hatte nach dem Anschlag ein Verbot von militärischen Halbautomatik-Gewehren beschlossen. Der Angreifer von Christchurch hatte unter anderem zwei solcher Gewehre verwendet, mit denen in schneller Folge Kugeln von großem Kaliber abgefeuert werden können.

Waffenbesitzer haben sechs Monate Zeit, um die fortan illegalen Waffen zurückzugeben. Sie bekommen dafür eine Entschädigung, die sich nach Modell und Alter der Waffen richtet. Für die Dauer der sechs Monate gilt eine Amnestie. Nach Ablauf dieser Frist droht Besitzern illegaler Waffen eine Gefängnisstrafe von bis zu fünf Jahren.

Bei dem Anschlag waren am 15. März während der Freitagsgebete in der Al-Noor-Moschee und in der Linwood-Moschee 51 Menschen getötet worden. Der angeklagte australische Rechtsextremist Brenton Tarrant plädierte im Juni vor Gericht auf nicht schuldig.

(as/afp)

Die besten Protestschilder des March For Our Lives

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Muslima bringt AfD-Sprecher Chrupalla bei "Maischberger" mit Frage ins Stottern

Das neue Format von Sandra Maischberger will mehr Bürgerinnen und Bürger einbeziehen. "Maischberger. Vor Ort" heißt es. Das Konzept: In einer bestimmten Region treffen ganz normale Menschen auf regionale Politikerinnen und Politiker.

Schon im Vorfeld hatte es Ärger um die erste Sendung gegeben. Der Erfurter Muslim Suleman Malik hatte berichtet, er sei zu der Sendung zuerst ein-, dann aber wieder ausgeladen worden. Gegenüber watson kritisierte er dies nach den Anschlägen von Halle und Hanau als …

Artikel lesen
Link zum Artikel