International

Seebrücke: Dieses Flüchtlingsschiff darf in Italien und Malta nicht anlegen

Mehr als 300 gerettete Migranten an Bord des Flüchtlingsschiffs "Open Arms" sind seit fast einer Woche unterwegs nach Spanien. Italien und Malta hatten sich zuvor erneut geweigert, die von der privaten spanischen Hilfsorganisation Proactiva Open Arms geretteten Menschen an Land zu lassen. Spanien erklärte sich daraufhin bereit, die Menschen aufzunehmen.

Das Schiff werde nun voraussichtlich am Freitag im andalusischen Algeciras anlegen, berichteten spanische Medien am Donnerstag. Das Weihnachtsfest mussten die Migranten an Bord verbringen. Sie seien von einem weiteren Schiff der Hilfsorganisation, der "Astral", mit Proviant und Medikamenten versorgt worden, berichtete "El Español". 

Der Fotograf Olmo Calvo dokumentiert die Situation auf der Open Arms:

Die zahlreichen Kinder und Jugendlichen an Bord wurden mit Weihnachtsmützen ausgestattet. Auf einem Video von Proactiva Open Arms ist zu sehen, wie die Retter an Heiligabend mit den kleinen Flüchtlingen spielen und ihnen Malbücher schenken. "Die Menschlichkeit reist an Bord der 'Open Arms', einem alten Schiff mit einer großen Seele", twitterte die Hilfsorganisation. 

Die Menschen waren auf drei verschiedenen Booten unweit der libyschen Küste unterwegs, als sie vor knapp einer Woche gerettet wurden. Der italienische Innenminister Matteo Salvini machte aber erneut klar, dass die Häfen des Landes für zivile Schiffe "geschlossen" seien. Die Populistenregierung in Rom fährt einen extrem harten Kurs gegen Einwanderer, weshalb seit diesem Jahr immer mehr Migranten direkt Spanien ansteuern. 

(pbl/dpa)

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Trumps Ex-Ghostwriter: Dem US-Präsidenten sind die Corona-Toten egal

1987 ist "The Art of the Deal" von Donald Trump erschienen. Das Buch des damaligen Immobilen-Moguls und späteren US-Präsidenten wurde ein Bestseller.

Geschrieben wurde "The Art of the Deal" (auf Deutsch: "Die Kunst des Erfolges) vom US-Journalisten Tony Schwartz. Der Ghostwriter konnte in den Jahren vor der Veröffentlichung Trump kennenlernen – distanzierte sich später aber von ihm deutlich. Mittlerweile zählt er zu den Kritikern der Politik des US-Präsidenten.

Das hat sich auch mit dem …

Artikel lesen
Link zum Artikel