International
Bild

Die entmilitarisierte Zone von Nord-und Südkorea. Bild: dpa

Seoul: Schusswechsel an Grenze zwischen Nordkorea und Südkorea

An der Grenze zwischen Nordkorea und Südkorea hat sich nach Angaben der Regierung in Seoul am Sonntagmorgen ein Schusswechsel ereignet. Die Schüsse aus Nordkorea hätten einen südkoreanischen Wachposten in der entmilitarisierten Zone getroffen, erklärte der Generalstab in Seoul. Die südkoreanische Armee habe darauf mit zwei Gewehrsalven und einer formalen Warnung gemäß der beiderseitigen Vereinbarungen reagiert. Opfer gab es den Angaben zufolge auf südkoreanischer Seite nicht.

Süd- und Nordkorea befinden sich bis heute formal im Kriegszustand, weil nach dem Koreakrieg von 1950 bis 1953 kein Friedensvertrag geschlossen wurde. Seitdem trennt die entmilitarisierte Zone die beiden Teile der koreanischen Halbinsel. Der Grenzstreifen ist vier Kilometer breit und 250 Kilometer lang.

Patrouillen innerhalb des Gebiets sind erlaubt, dabei dürfen die Soldaten aber nicht die Demarkationslinie, also die Grenze zwischen beiden Ländern, überschreiten. Die unmittelbar an die entmilitarisierte Zone angrenzenden Gebiete zählen zu den am strengsten bewachten Gebieten weltweit.

(lin/afp)

Analyse

2 Monate danach: Was hat das Trump-Kim-Treffen eigentlich gebracht? 

Natürlich: Wenn es nach Donald Trump geht, ist die Lage klar. Der US-Präsident wird nicht müde, seinen Gipfel in Singpaur mit Kim Jong-un als Erfolg zu preisen: Die nukleare Bedrohung aus Nordkorea sei gebannt, es gebe große Fortschritte, man habe viele gute Gespräche mit den Nordkoreanern.

So warf Trumps Nationaler Sicherheitsberater John Bolton Pjöngjang in dieser Woche vor, noch keine konkreten Schritte zur atomaren Abrüstung unternommen zu haben. Die US-Regierung halte sich …

Artikel lesen
Link zum Artikel