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17.07.2020, Großbritannien, London: Das von @RealAiRavish zur Verfügung gestellte Standbild aus einer Videoaufnahme, zeigt einen Polizist, der bei einer Festnahme im Norden Londons auf dem Nacken eines Schwarzen zu knien scheint. Die Polizei in London hat am Freitag einen Beamten wegen der gewaltsamen Festnahme eines Schwarzen suspendiert. Ein weiterer Polizist wurde in den Innendienst versetzt. Foto: Uncredited/@RealAiRavish/AP/dpa - ACHTUNG: Nur zur redaktionellen Verwendung im Zusammenhang mit der aktuellen Berichterstattung und nur mit vollständiger Nennung des vorstehenden Credits +++ dpa-Bildfunk +++

Die Polizei in London hat am Freitag einen Beamten wegen der gewaltsamen Festnahme eines Schwarzen suspendiert. Bild: @RealAiRavish/AP / Uncredited

Bei Festnahme Knie in Gesicht gedrückt: Londoner Polizist suspendiert

Die Polizei in London hat am Freitag einen Beamten wegen der gewaltsamen Festnahme eines Schwarzen suspendiert. Ein weiterer Polizist wurde in den Innendienst versetzt, wie es in der Scotland-Yard-Mitteilung am Freitag hieß. Der Fall werde nun von der unabhängigen Polizeiaufsichtsbehörde IOPC (Independent Office for Police Conduct) untersucht, so die Mitteilung.

Auf Videos der Festnahme in London, die in sozialen Netzwerken kursierten, war zu sehen, wie zwei Polizisten einen am Boden liegenden und mit Handschellen gefesselten Mann gewaltsam niederhalten. Einer der Beamten drückt dem Mann sein Knie ins Gesicht. Mehrmals ist zu hören, wie der Festgenommene ruft:

"Runter von meinem Hals."

Passanten mischen sich ein und fordern die Polizisten auf, den Mann loszulassen.

Erinnerungen an George Floyd

Der Vorfall soll sich bereits am Donnerstag im Stadtteil Islington abgespielt haben. Er erinnert an den gewaltsamen Tod des Afroamerikaners George Floyd, der Ende Mai bei seiner Festnahme im US-amerikanischen Minneapolis ums Leben kam, nachdem ein Polizist minutenlang auf seinem Hals gekniet hatte.

Scotland Yard bezeichnete das Video als "extrem verstörend". Einige der angewandten Festnahmetechniken seien besorgniserregend und gehörten nicht zur Polizeiausbildung.

Londons Bürgermeister Sadiq Khan zeigte sich "zutiefst besorgt", wie er per Twitter mitteilte. Er behandle die Angelegenheit mit hoher Dringlichkeit und habe sich deswegen an führende Beamte der Londoner Polizei gewandt.

(lin/dpa)

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