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Bild: www.imago-images.de/Artur Widak

"Sehr absurd": Greta Thunberg rechnet mit Kritikern ab, die sie als PR-Marionette sehen

Eine 16-Jährige, die eine weltweite Bewegung anführt, ist vielen Menschen offenbar unheimlich. In rechten und auch konservativen Kreisen hält sich hartnäckig das Gerücht, bei der schwedischen Klimaaktivistin Greta Thunberg handele es sich um eine PR-Marionette von Erwachsenen.

Der schwedische Journalist Andreas Henriksson hatte als Erster im Dezember 2018 in einem Facebook-Post diesen Verdacht in die Welt gesetzt. Bei Gretas Tour durch Europa handele es sich um eine "PR-Kampagne" für das neue Buch ihrer Mutter, schrieb er damals.

Greta selbst ist derzeit in Frankreich und wird am Mittwoch in der Nationalversammlung sprechen. Im Interview mit der französischen Nachrichtenseite "Konbini News" reagierte sie auf die Vorwürfe. Ein konservativer Abgeordneter in Frankreich hatte sie jüngst als "manipulierte Teenagerin" bezeichnet.

Greta Thunberg antwortet auf die Vorwürfe

Als Greta auf Vorwürfe angesprochen wurde, sie werde manipuliert von "grünen Kapitalisten", sagte sie:

"Ich persönlich finde das sehr lustig. Nicht einmal habe ich einen Klimaaktivisten getroffen, der sich in diesem Kampf wegen des Geldes engagiert. Die Idee ist absurd und sehr lustig."

Ihr Urteil über diese Kritiker fiel hart aus:

"Es ist sehr traurig, dass die Menschen so verzweifelt sind, dass sie sich etwas ausdenken. Es scheint, dass sie mehr Angst vor mir und den Demonstrationen junger Menschen haben als vor dem wirklichen Problemen."

Für die Gerüchte um Greta Thunberg gibt es keine Belege

Im Zentrum der Vorwürfe gegen Greta steht meist Ingmar Rentzhog, ein Stockholmer Umweltaktivist. Er war der Erste, der über Greta berichtete.

Er kennt auch die Mutter der 16-Jährigen. Und gründete ein Startup. In einem Anlegerprospekt für dieses Unternehmen seien Gretas Aktivitäten mehrfach vorgestellt worden, berichtete der "Spiegel" bereits im Februar. Als Beraterin im Beirat einer mit dem Unternehmen verbundenen Stiftung bekomme sie auch zehn Prozent des Profits, stehe in diesem Prospekt. Mittlerweile aber sei Greta nicht mehr Beraterin im Beirat. Auf Anfrage des "Spiegels" verneinte sie, Geschäfte mit Rentzhog zu machen.

Der Journalist Henriksson, der den Vorwurf der "PR-Kampagne" mit Greta als deren Gesicht in die Welt setzte, gab sich im Gespräch mit dem "Spiegel" damals differenzierter.

"Ich bin überzeugt, dass Greta und Ingmar zusammenarbeiten", sagte Henriksson. "Aber deswegen ist Greta nicht die PR-Marionette von Rentzhog. Die Leute, die so etwas verbreiten, sind Verrückte und Rechtsextremisten. Es ist traurig, wie sie versuchen, Greta kaputt zu machen."

Zu diesem Urteil kam die Recherche-Plattform "Correctiv".

(ll)

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