International
July 14, 2017 - Pakistan - QUETTA, PAKISTAN, JUL 14: Garbage collectors searching for useful item from heap of trash .at Abdul Sattar Road in Quetta on Friday, July 14, 2017. Pakistan PUBLICATIONxINxGERxSUIxAUTxONLY - ZUMAas3_ 20170714_zaf_as3_003 Copyright: xPPIx

July 14 2017 Pakistan Quetta Pakistan JUL 14 Garbage Collectors Searching for useful item from Heap of Trash AT Abdul Sattar Road in Quetta ON Friday July 14 2017 Pakistan PUBLICATIONxINxGERxSUIxAUTxONLY ZUMAas3_ 20170714_zaf_as3_003 Copyright xPPIx

Bild: imago stock&people

Pakistan führt Strafen für Einwegplastiktüten ein – und die haben es in sich

Im Kampf gegen Plastikmüll hat nun auch Pakistan drastische Maßnahme ergriffen. Das Land verbraucht Schätzungen zufolge derzeit ungefähr 55 Milliarden Plastiktüten pro Jahr. Die dünnen Rascheltüten, die meist nur einmal kurz gebraucht werden, landen danach in den Flüssen, verstopfen Kanäle und verschmutzen die Umwelt.

Nun hat die pakistanische Regierung den Tüten den Kampf angesagt. Seit Mittwoch ist der Gebrauch, der Verkauf und die Herstellung von Einwegplastiktüten verboten und wird mit Strafen geahndet.

Wer bei seinem Einkauf eine Einweg-Plastiktüte benutzt, muss umgerechnet 27 Euro Strafe zahlen. Läden, die weiterhin Plastiksäcke an Kunden verteilen, zahlen 57 Euro Buße. Und am happigsten ist die Strafe für die Herstellung der Tüten: Wer dabei erwischt wird, muss sage und schreibe 28.417 Euro hinblättern. Das durchschnittliche Jahreseinkommen liegt in Pakistan bei 1072 Euro.

"Das ist jetzt nötig. Man kann die Einweg-Plastiksäcke weder verbrennen, noch vergraben, noch wiederverwerten oder recyceln. Die Gesundheit von 200 Millionen Menschen steht auf dem Spiel", rechtfertigt ein hoher Beamter im Ministerium für Klimawandel die saftigen Strafen gegenüber der "Washington Post".

Um die Bürger zur Einhaltung des neuen Gesetzes zu motivieren, haben Beamte bunte Stofftaschen an Wochenmärkten verteilt. Diese sollen dabei helfen, die Bevölkerung von den Plastiktüten weg hin zu umweltfreundlicheren Alternativen zu führen.

(ohe)

So viel Plastik verursacht ein Wocheneinkauf

Das ist die Küste von Santo Domingo – mit Wellen voller Müll

Play Icon
0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Diese Atomlager bedrohen die Umwelt und Millionen Menschen

Egal ob in Russland, den USA, im Pazifik oder im Atlantik: Überall wird Atommüll gelagert. Es gibt jedoch bis heute kein einziges Endlager für hochradioaktive Abfälle. Weltweit. Viel schlimmer noch: Viele dieser provisorischen Lager sind tickende Zeitbomben für Umwelt und Mensch.

Früher machte man es sich einfach. Nuklearer Abfall wurde verbuddelt, in Seen geworfen oder im Meer versenkt. Klappe zu, Affe tot.

Die Devise war klar: Bloß weg mit dem Atommüll.

Doch wohin? Jedes mögliche Lager stößt verständlicherweise immer, zumindest in dicht besiedelten Ländern wie Deutschland, auf massiven Widerstand der Bevölkerung. Wer will schon neben einem atomaren Endlager wohnen?

In Deutschland wird seit Jahren über Enddlager für den gefährlichen Müll diskutiert. Doch nicht …

Artikel lesen
Link zum Artikel