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Nach Island: Auch in der Schweiz ist eine Gedenkfeier für einen toten Gletscher geplant

Auf Island hat diese Woche offiziell die erste Trauerfeier für einen "toten" Gletscher stattgefunden. Der 700 Jahre alte Okjökull gilt formell nicht mehr als solcher, weil er mit nur noch 15 Metern Eisdicke zu leicht geworden ist, um sich vorwärts zu schieben. Der isländische Wissenschaftler Oddur Sigurðsson hatte den Gletscher daher bereits 2014 für tot erklärt.

Auch die Schweiz bangt um ihre Gletscher. Sorgen machen sich Forscher des Züricher ETH allen voran um den Pizolgletscher im Kanton St. Gallen. Seit Jahren bricht der Gletscher auseinander.

Für Glaziologe Andreas Bauder sind die Tage des Gletschers gezählt. Gegenüber dem Schweizer Portal "Bluewin" sagte er: "Für Gletscher auf einer Höhenlage von rund 3000 Metern ist die Lage dramatisch. Sie wachsen oder erhalten ihre Größe durch den Schnee, der im Winter fällt."

Bauder ergänzte: "Schmilzt dieser im Sommer aber komplett weg, dann ist das Ergebnis klar."

Trauerfeier für Schweizer Gletscher geplant

Der Verein Klimaschutz Schweiz plant nun, ähnlich wie in Island, eine Gedenkfeier für den Pizolgletscher. Am 22. September soll dem sterbenden Gletscher auf dem Pizol die letzte Ehre erwiesen werden.

Die Gedenkfeier soll aber auch auf die Folgen des Klimawandels aufmerksam machen. Denn die Schweizer Gletscher sind laut Glaziologe Bauder in akuter Gefahr. "Wir gehen davon aus, dass in 80 Jahren 80 Prozent der Schweizer Gletscher weggeschmolzen sind."

(ohe)

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