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Boracay

Bild: flickr/constantine agustin

"Boracay ist eine Kloake" – Präsident macht "Mallorca der Philippinen"dicht

So etwas hat es wohl noch nie gegeben. Der philippinische Präsident Rodrigo Duterte lässt mit Boracay die beliebteste Ferieninsel des Landes  schließen – und zwar gleich für ein halbes Jahr. Hunderttausende Touristen sind betroffen. Das nur zehn Quadratkilometer große Touristenmekka ist auch bei Schweizern ein beliebtes Reiseziel. 

Das Problem mit dem Plastikmüll

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Video: YouTube/United Nations

Das Problem: Das "Mallorca der Philippinen" ist in den letzten Jahren von Touristen überrannt worden. Die über 2,1 Millionen Besucher pro Jahr sorgen für riesige Umweltprobleme. Abfallberge türmen sich, die Abwasser der über 300 Hotels strömen praktisch ungeklärt in das tropische Meer. "Es ist eine Kloake", wettert Duerte. 

Boracay liegt südlich von Manila

Die Sperre gilt bereits ab 26. April. Bis Ende September soll die Insel nun "neu strukturiert" werden, wie BBC berichtet. Gleichzeitig genehmigte die Regierung zwei gewaltige Casino-Projekte auf der Insel. 

Für die über 17.000 Bewohner der Tropeninsel ist die plötzliche Schließung eine Katastrophe. Sie alle leben mehr oder weniger direkt vom Tourismus. "Wir haben jahrelang vergeblich um Hilfe geschrien, doch die Regierung hat nie etwas unternommen. Nun fürchten wir wegen ihren Fehlern um unsere Existenz", so der Besitzer eines Kitesurf-Shops. 

"Wir haben jahrelang vergeblich um Hilfe geschrien."

Kiteshop-Betreiber

Solange der "Shit" direkt in das Meer fließe, bleibe die Insel geschlossen, ließ Duerte verlauten. 

(amü)

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