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WASHINGTON, DC - DECEMBER 11:  U.S. President Donald Trump speaks about border security with House Minority Leader Nancy Pelosi (D-CA) and Vice President Mike Pence in the Oval Office on December 11, 2018 in Washington, DC.  (Photo by Mark Wilson/Getty Images)

US-Präsident Donald Trump. Bild: Getty Images

Trump verbreitet Tweet mit Fake-Foto – Muslime sind erzürnt

Donald Trump hat am Montag eine Fotomontage retweetet, auf der die US-Demokraten Nancy Pelosi und Chuck Schumer in islamisch-religiösen Kleidern vor der iranischen Flagge zu sehen sind. Das Weiße Haus rechtfertigte den Tweet – ohne auf den Kern der Kritik daran einzugehen.

Nachdem der US-Präsident den Tweet verbreitete, geriet er auch sogleich in die Kritik. Der Tweet wirft den US-Demokraten nämlich vor, korrupt zu sein und sich auf die Seite von iranischen Terroristen zu stellen.

Der Hauptgrund für die Empörung ist jedoch der Fakt, dass die Bekleidung von Muslimen ins Lächerliche gezogen werden und Trump damit Muslime diskriminiere.

Gerade Muslime waren empört. Es sei enttäuschend, aber nicht überraschend, dass der Präsident seine Twitter-Plattform nutze, um schädliche, dumme, antiislamische Vorurteile zu verbreiten, erklärte etwa Madihha Ahussain, Rechtsbeistand der Nonprofit-Gruppe Muslim Advocates.

Das sagt das Weiße Haus dazu:

Das Weiße Haus nahm zu den Vorwürfen Stellung: Die Pressesprecherin des Weißen Hauses, Stephanie Grisham, stellte sich den Fragen zum Tweet auf Fox News.

"Ich denke, der Präsident macht deutlich, dass die Demokraten iranische Argumente nachplappern und sich fast auf die Seite der Terroristen und derer stellen, die die Amerikaner töten wollen", sagte Grisham gegenüber Fox News. Die Moderatorin des News-Senders hakte bei der Pressesprecherin nach, weshalb Trump die "Kleidung" und die "religiösen Überzeugungen" von Millionen von muslimischen Amerikanern verunglimpfe.

Grisham wiederholte, dass der Zweck des Tweets war, die Sympathie der Demokraten mit den Terroristen zu illustrieren. Zwar zeigt der Tweet tatsächlich auch die iranische Flagge von 1980 und hat so einen Bezug zu Ayatollah, doch darauf bezog sich die Kritik wie erwähnt nur nebensächlich. Grisham stellte jedoch an keiner Stelle des Interviews klar, dass Trump nicht beabsichtigt habe, muslimische Kleidung mit Terrorismus gleichzusetzen.

Woher die Aufregung um Pelosi?

Die Botschaft, die Trump eigentlich senden wollte, entspricht jedoch nicht der Faktenlage. Am Sonntag wurde Pelosi bei einem Interview auf ABC News gefragt, ob sie die iranischen Proteste von vergangener Woche gegen das Regime unterstütze. Pelosi antwortete, dass sie Demonstranten "aus einem anderen Grund auf der Straße" waren – nämlich, weil der Iran ein ukrainisches Passagierflugzeug abgeschossen hatte. Sie fügte hinzu, dass es bereits vorher Proteste gegen das Regime gab und dass sie es "gerne sehen würde, wie die Bestrebungen des iranischen Volkes verwirklicht werden".

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Die entsprechende Stelle kommt ab 13:18. Video: YouTube/ABC News

Weiter verurteilte Pelosi die iranische Regierung für die Erlaubnis von kommerziellem Flugverkehr über das Krisengebiet. Im Interview äußerte Pelosi auch Sorge über eine mögliche Eskalation der Situation und meinte, dass es im Interesse der USA liege, dass die Situation eher de-eskaliere.

Die Republikaner verdrehten Pelosis Aussage und sahen sie als Verteidigung des Regimes – obwohl sie das Regime ausdrücklich als "böse" bezeichnete. Die Anschuldigungen der Republikaner waren am Montag auch auf Twitter zu spüren: Am Montag war "#NancyPelosiFakeNews" beim Kurznachrichtendienst im Trend.

(mim)

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