Leben
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Bild: A&E/Twitter/Montage Watson

"Star Wars" und Co.: 9 Drehorte, die zu Geisterstädten wurden

In der Filmbranche gilt dasselbe wie im Immobiliengeschäft: Location, Location, Location! Denn zu einem guten Film gehört ein Set, das eben mehr ist als nur ein Hintergrund. Sicher kann man da mit digitalen Effekten nachhelfen – aber unser Planet bietet genügend beeindruckende Landschaften und Architektur, die Filmen und Serien das gewisse Etwas verleihen.

Viele von ihnen werden mit dem letzten "Cut!" aber zur Geisterstadt – und die folgenden verlassenen neun Drehorte sind in den meisten Fällen gruseliger als ihre verfilmten Abbilder...

"Die Tribute von Panem" (2012) – Distrikt 12

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Bild: Lionsgate

In der dystopischen Welt der "Hunger Games" lebte die Protagonistin am fast dystopischsten Ort: Ihr Heimatdistrikt mit der Nummer 12 bestand aus tristen, grauen Holzhütten.

Und die gibt's tatsächlich: Im Henry River Mill Village in North Carolina, USA.

Henry River Mill Village ist ein ehemaliges Industriedorf, in dem im 20. Jahrhundert Arbeiter der Textilbranche wohnten. So zweckmäßig, wie es gedacht war, sah es auch aus – bis heute.

"Star Wars – Episode IV: Eine neue Hoffnung" (1977) – Mos Eisley, Mos Espa

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Bild: Lucasfilm

Wer meint, eine Geschichte aus einer weit entfernten Galaxis müsse ausschließlich mit Computertechnik erzählt werden, irrt – denn die futuristisch-heruntergekommen aussehenden Straßen des Wüstenplaneten Tatooine gibt es wirklich.

Verstreut in der Wüste Tunesiens.

Famous movie set of Star Wars movies in Sahara Desert near Tozeur Tunisia Africa McPBBA McPBBA

Bild: imago/McPHOTO

Und jetzt wissen wir auch, woher Luke und Anakin Skywalkers Heimatplanet seinen Namen hat – denn George Lucas benannte Tatooine nach Tataouine, einem tunesischen Ort, in dem zwar keine Szenen gedreht wurden, der Lucas allerdings offensichtlich inspirierte.

Famous movie set of Star Wars movies in Sahara Desert near Tozeur Tunisia Africa McPBBA McPBBA

Bild: imago/McPHOTO

"The Hills Have Eyes" (2006) – Die Tankstelle

RELEASE DATE: March 10, 2006. MOVIE TITLE: The Hills Have Eyes. STUDIO: Dune Entertainment. PLOT: A suburban American family is being stalked by a group of psychotic people who live in the desert, far away from civilization. PICTURED: . PUBLICATIONxINxGERxSUIxAUTxONLY - ZUMAg90_ 20060322_sha_g90_241 Copyright: xDunexEntertainmentx

Release Date March 10 2006 Movie Title The Hills have Eyes Studio Dune Entertainment Plot a Suburban American Family IS Being stalked by a Group of psychotic Celebrities Who Live in The Desert Far Away from Civilization Pictured PUBLICATIONxINxGERxSUIxAUTxONLY ZUMAg90_ 20060322_sha_g90_241 Copyright xDunexEntertainmentx

Bild: imago/ZUMA Press

Das Horrorfilm-Remake des Klassikers von 1977 spielt zwar in der Wüste von New Mexico, USA – wurde aber nicht mal auf diesem Kontinent gedreht. "Gas Haven", die Tankstelle des kannibalischen Grauens, steht in Wirklichkeit in Marokko.

Dort verwittert sie seit über einem Jahrzehnt in der heißen afrikanischen Sonne.

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Bild: imago/imagebroker

Wenigstens ist sie da in guter Gesellschaft: Die Tankstelle entstand auf dem gigantischen Gebiet der Atlas Corporation Studios, die schon seit vielen Jahrzehnten als Drehort für zahllose Filme dienen. Alles, was einigermaßen "exotisch" wirken soll, scheint hier zu entstehen – von "Asterix und Obelix: Mission Kleopatra" bis hin zu "Game of Thrones".

Nicht mehr so hübsch, aber immer noch imposant: Ein Set der Atlas Studios.

"Bates Motel" (2013-17) – Das Motel

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Bild: A&E

Das gruseligste Motel aller Zeiten gibt es wirklich – naja, gab es wirklich. Norman und Norma Bates hausten in diesem finsteren Haus, das über dem Motel auf einem Hügel thronte, und obwohl die Serie im US-Bundesstaat Oregon spielt, wurde sie in der Nähe von Vancouver in Kanada gedreht.

Bis 2017 konnten Fans noch für Selfies vor dem Haus posieren...

... bis es dann abgerissen wurde.

"Fluch der Karibik" (2003-17) – Port Royal

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Bild: Disney

Zumindest die Karibik blieb in der Karibik: Johnny Depp und Co. durften ihre verfluchten Abenteuer tatsächlich in tropischen Gefilden drehen. Genau gesagt, unter anderem in Wallilabou Bay auf der Karibik-Insel St. Vincent.

Die Einheimischen haben das Ganze so sehr geliebt, dass da immer noch Kanonen und Co. stehen.

Kanonen, Piratenskelette, große Segelschiffe: In Wallilabou Bay kommen "Fluch der Karibik"-Fans so richtig auf ihre Kosten. Das wird wohl nur noch getoppt von...

"Der Herr der Ringe" – Hobbiton

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Bild: Warner Bros.

In "Herr der Ringe" (und "Der Hobbit") entstand viel Fantasy am Computer – aber nicht alles. Das Dorf der Hobbits beispielsweise gab es wirklich. Gibt es wirklich.

Leider nicht gerade um die Ecke: Hobbiton liegt in Hinuera, Neuseeland.

Hobbiton, Movie Set, Waikato, Matamata, New Zealand *** Hobbiton Movie Set Waikato Matamata New Zealand

Bild: imago/Joana Kruse

Ein Geheimtipp ist das aber nicht: Touristen aus aller Welt reisen Tag für Tag an, um sich die niedlichen Hobbit-Hütten anzusehen.

"Looper" (2012) – Das Diner

DMG Entertainment - Endgame Entertainment - FilmDistrict / DR LOOPER de Rian Johnson 2012 USA avec Bruce Willis et Joseph Gordon-Levitt science fiction, anticipation, restaurant, diner, repas PUBLICATIONxINxGERxSUIxAUTxONLY LOOPER (2012) 21 NUR REDAKTIONELLE NUTZUNG & REDAKTIONELLE BUCHCOVER NUR IM KONTEXT DER FILMBERICHTERSTATTUNG!

Bild: imago stock&people

Eine Zeitreise à la "Looper" ist nicht nötig, um das Set des Sci-Fi-Films zu besichtigen – aber ein gutes Navi auf jeden Fall: Das Diner aus dem Film ist gut versteckt.

Inmitten endloser Zuckerrohrfelder steht es in der Nähe von Napoleonville, Louisiana, USA.

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Bild: Imgur

Und ist... nicht mehr ganz so gemütlich.

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Bild: Imgur

"Auf der Flucht" (1993) – Die Unfallstelle

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Bild: Warner Bros.

Nein, hier waren keine Visual Effects im Spiel: In diesem Film crashte wirklich ein Zug in einen Gefängnisbus, von dem sich Harrison Ford gerade in Sicherheit rettete. Und die Szene dieses Crashs gibt es bis heute zu begutachten.

In Dillsboro, North Carolina, USA.

Denn anstatt die Relikte der über eine Million Dollar teuren Szene zum nächsten Schrottplatz zu karren, ließen die Filmmacher Bus und Zug einfach an Ort und Stelle liegen.

"Die Verurteilten" (1994) – Das Shawshank-Gefängnis

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Bild: Columbia Pictures

Ein bisschen sauberer sah's im Film aus: Das Shawshank-Gefängnis gibt es wirklich, heißt aber eigentlich Ohio State Reformatory und... ist verflucht, erzählt man sich, weil dort über 200 Insassen an Krankheiten oder der Todesstrafe starben.

1990 wurde es offiziell geschlossen – sieht aber so aus, als sei es schon deutlich länger verwaist.

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