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So manche Ziele können dem Liebesleben schaden. (Symbolbild) Bild: Gettyimages

Diese Neujahrsvorsätze können dein Sexleben versauen

2020! Endlich ist das alte Jahr vorbei und man kann mit guten Vorsätzen – die teilweise schon ein paar Silvesterfeiern hinter sich haben – ins neue starten. Aber aufgepasst! Manche eurer Ziele können euch euer Sexleben versauen.

Jennifer Buchholz / t-online

2020 wird alles besser: Einer Statista-Umfrage zufolge hat jeder vierte Deutsche gute Vorsätze für das neue Jahr.

Neben dem Vorsatz, Stress zu reduzieren, wollen viele auch mehr Sport treiben, abnehmen oder mehr Zeit mit der Familie und Freunden verbringen.

Was ihr jetzt sicherlich gerne lest: Geht diesen Plänen für 2020 nicht allzu diszipliniert nach, wenn ihr euer Sexleben nicht verschlechtern wollt. Die Zusammenhänge sind nicht aus der Luft gegriffen. Schauen wir uns eure Vorsätze einfach etwas genauer an:

Nach dem Sport noch Sex?

In der ersten Januarwoche sind die meisten noch motiviert, melden sich fürs Fitnessstudio an, bestellen neue Sportklamotten und gehen jeden zweiten Tag trainieren. Sport ist gut und tut gut. Wer sich allerdings bei minus fünf Grad oder nasskaltem Wetter auf den Weg zum – dann meist total überfüllten – Fitnessstudio macht, verliert schnell die Lust. Das frustriert und nervt. Zusätzlich frisst Sport, wenn wir mal ganz ehrlich sind, Zeit und Energie. Nach der Arbeit noch zum Training, dann duschen, nach Hause und etwas essen – uff, das schafft einen. Wer hat da noch Ambitionen und Kraft für Sex? Und am nächsten Tag verhindert dann auch noch ein fieser Muskelkater das Liebesspiel.

Heißhunger – aber nicht auf Sex

Abnehmen oder eine gesunde Ernährung klingen jetzt nicht per se nach einem Sexkiller. Wer aber schon mal versucht hat, eine Diät umzusetzen und auch durchzuhalten, weiß, dass nach ein paar Tagen die schwierige Zeit beginnt: Man hat Heißhunger auf all die „verbotenen“ Lebensmittel oder wird einfach nicht satt. Die Laune sinkt, die Kraft schwindet und man denkt doch irgendwie nur an das Eine: Essen. Gefrustet von den Verboten und dem ständigen Heißhunger spielt sich im Kopf nichts ab, was mit Sex zu tun hat.

Sozialer Stress durch Sozialkontakte

Und die Zeit mit der Familie und den Freunden? Oft führt das regelrecht zum Sozialstress. Wie soll man das alles unter einen Hut bekommen: Sport treiben, gesund einkaufen beziehungsweise kochen und dann noch Zeit für Familie und Freunde haben? Wo bleibt da die Entspannung? Schließlich zählte ja auch "weniger Stress" zu den Vorsätzen.

Das passt doch alles vorne und hinten nicht. Am Ende leidet man durch den Stress und Frust dann nicht nur selbst, sondern auch die Beziehung – und das Sexleben. All das könnt ihr ändern: Entweder ihr vergesst eure Neujahrsvorsätze oder ihr ändert einfach eure Herangehensweise.

Werfen Sie Ihre Vorsätze nicht komplett über Bord

Mehr Sport treiben: Sex ist auch Sport. Ganz klar. Das heißt nun nicht, dass ihr dabei mit akrobatischen Höchstleistungen aufwarten müsst. Ein ausgedehntes Liebesspiel verbessert Ihre Kondition und trainiert – natürlich je nach Position – fast alle Muskelgruppen. Am besten probieren ihr auch jedes Mal noch eine neue Position aus, um den Effekt zu stärken. Sparen euch also die Zeit und das Geld für das Fitnessstudio und investiert lieber in euer Sexleben.

Auch das Abnehmen oder die gesunde Ernährung können Sie mit regelmäßigen, ausgedehnten Liebesspielen optimal verbinden: Sex ist Bewegung, verbrennt Kalorien und hilft somit beim Abnehmen. Allerdings schwinden dabei nur ein paar Pfunde, wenn Sie sich anschließend nicht massig Fast Food & Co. gönnen. Stillt eurren Nach-dem-Sex-Hunger lieber mit ein paar Früchten. Die können ihr auch super in das Nachspiel einbauen. So habt ihr gleich zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen.

Wie kann jetzt aber der Vorsatz, sich häufiger mit Freunden zu treffen, zur Verbesserung des Sexlebens beitragen? Sind wir einmal ehrlich: Ein bisschen Abstand zum Partner und andere Menschen um sich herum zu haben, tut gut. Endlich kann man sich mal bei Freunden über die lästigen Macken des Partners beklagen oder Ratschläge bekommen.

Kamasutra statt Jogginghose

Zugleich helfen sie oft auch, die Situation aus einem anderen Winkel zu betrachten. Darüber hinaus geben Freunde oft wesentlich bessere Sextipps als Frauen- oder Männermagazine. Denn diese sind, anders als in den Heften, oft schon erprobt und für gut befunden.

Bevor ihr jetzt also entspannt auf dem Sofa sitzt und in Onlineshops nach neuen Sportklamotten oder Diätbüchern sucht, bestellt euch lieber Bücher über Tantra, Kamasutra oder andere Liebes- und Sexpraktiken sowie Sexspielzeug und Pornos, mit denen ihr dann gekonnt euren Neujahrsvorsätzen nachkommen können.

Jennifer Buchholz , Redakteurin bei t-online.de, schreibt in ihrer Kolumne "Lust, Laster, Liebe“ über Liebe, Partnerschaft und Sex.

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