Leben
Bild

Bild: Getty Images / watson Montage

iPhone-Userin ruiniert besonderen Moment der Braut – so regt sich eine Fotografin auf

Bloß kein Weiß tragen, nicht ungefragt ein Plus-Eins mitbringen und bloß nicht die Sitzordnung missachten! Bei einer Hochzeit gibt es so einige Regeln zu beachten.

Eine weitere dieser Regeln hat jetzt Hochzeitsfotografin aus Texas, USA erschaffen:
Nach einem misslungenen Hochzeitsfoto ruft Hannah Stanley auf Facebook dazu auf, bei der Zeremonie das Smartphone einfach einmal auszuschalten. Grund dafür ist eine iPhone-Nutzerin, die Stanleys Aufnahme mit ihrem Handy torpedierte.

Denn genau in im Moment, in dem die Braut von ihrem Vater in den Saal geführt wurde und Stanley ihre Kamera auf die beiden richtete, hielt ein Hochzeitsgast sein Handy vor die Linse. Das Foto ist nichts geworden – und dieser besondere Moment vorbei.

Das iPhone sollte bei Zeremonie aus bleiben, meint die Hochzeitsfotografin deshalb

An die Besitzerin der iPhones gerichtet, schreibt sie:

"Du hast nicht nur meine Aufnahme ruiniert, sondern dem Bräutigam, dem Brautvater und der Braut diesen Moment gestohlen."

Lest hier den kompletten Post:

Weiterhin regt sich die Fotografin darüber auf, dass die Frau mit dem Smartphone doch keinen Nutzen für das Bild habe, dass sie beim Eingang der Braut schoss:

"Was genau hast du mit diesem Foto vor? Mal ehrlich. Wirst du es ausdrucken? Es aufbewahren? es jeden Tag anschauen? Nein. Wirst du nicht. Aber die Braut hätte dieses Foto ausgedruckt, es oft angeschaut und gerne auf diesen Moment zurückgeblickt, als ihr Vater sie an ihrem Hochzeitstag zum Altar führte."

Am Ende ihres Beitrags hat Stanley eine wichtige Botschaft: Anstatt immer alles mit dem Handy verfolgen zu wollen, sollten wir es einfach mal aus der Hand legen und diesen "einzigartigen Moment" einer Trauung genießen.

"Ihr seid dem Brautpaar wichtig, sonst wärt ihr nicht eingeladen. Also bitte, lasst mich meinen Job machen (...)."

Viele User stimmen der Fotografin zu – andere kritisieren sie

Der Beitrag von letztem Donnerstag wurde mittlerweile über 150.000 Mal geliket und geteilt. Viele Facebook-User pflichten Stanley bei – andere sehen ihren Post eher kritisch, wie sie in den Kommentaren schreiben:

"Das ist ziemlich hart gegenüber der Person, die einfach nur versucht, einen Moment einzufangen. (...) Diese Situation hier ist zwar unglücklich. Aber die einzigen, die Schuld daran haben, sind die Braut und der Bräutigam, die ihren Gästen nicht gesagt haben, dass dies eine Handy-freie Zeremonie sein soll."

Ein anderer User schreibt:

"Sei ein besserer Fotograf. Mach eine Aufnahme, die man mit keinem iPhone hinbekommt."

Ob die Fotografin ihren Job besser hätte machen können – darüber kann man sich nun streiten. Dennoch kann man sich darüber Gedanken machen, ob es nicht manchmal besser wäre, das Handy in der Tasche stecken und stattdessen den Moment auf sich wirken zu lassen.

(ak)

23 mal Instagram-Einheitsbrei

Dr. G-Punkt über den Jungfernhäutchen-Mythos

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Meinung

Kinder im Dauerstress: Warum die Kindheit mit dem Kita-Besuch aufhört

Ilona Böhnke ist Erzieherin in Dortmund. In ihrer 40-jährigen Laufbahn hat sie eine wichtige Beobachtung gemacht: Kinder verbringen immer mehr Zeit in Kitas, deren Alltag ist durchgetaktet. Dass Spielen nach Stundenplan und das ständige Zusammensein in der Gruppe auch Arbeit für die Kinder bedeutet, wissen viele Erwachsene nicht. Böhnke warnt nun vor möglichen Folgen.

Morgens Mathe, dann Bildungsbereich Natur bis mittags. Nach der Mittagspause Entspannung, vielleicht noch eine Runde Malen oder Singkreis und dann noch Turnen, bis es wieder nach Hause geht.

Was auf den ersten Blick wie der Alltag von mindestens einem Grundschüler wirkt, ist tatsächlich ein ganz normaler Tag für ein Klein- oder Vorschulkind in der Kita. Zeit für freies Spielen? Bleibt da eigentlich gar nicht.

Viele der Probleme, die in deutschen Kitas vorherrschen, sind zwar immer noch nicht …

Artikel lesen
Link zum Artikel