Leben
Bild

Bild: watson.de

Doktor G-Punkt

Woran erkennt man eigentlich, dass eine Frau einen Orgasmus hat?

Wer beim Sex noch nie, und auch nicht nur ein kleines bisschen, über die Qualität der eigenen Performance nachgedacht hat, der ist vermutlich entweder Auto-Erotiker oder hat ein Selbstbewusstsein aus Stahl.

Das haben allerdings die wenigsten. Und so kommt es, dass viele von uns sich an dem vermeintlich offensichtlichsten Hinweis auf die eigenen Liebhaberqualitäten orientieren: Hallo, Orgasmus!

Dr. G-Punkt

...ist zwar eine echte Dr., aber eigentlich für Literatur, nicht Sex und Körper. Macht aber nichts, denn sie geht auch diesen Dingen gerne auf den Grund. Und peinlich ist ihr auch – fast – keine Frage. Als Redakteurin bei watson schreibt Gunda sonst zu Debatten, Gender und Fußball.

Während der Orgasmus bei Männern durch die Ejakulation augenfällig ist, zeigt sich bei Frauen keine so eindeutige körperliche Reaktion. Das bringt einige Männer ins Grübeln, liest man sich die Beiträge in einschlägigen Foren durch: "Wie merke ich, das Frau gekommen ist?" 

Die Antwort hier im Video: Woran erkennt man, dass eine Frau einen Orgasmus hat?

abspielen

Video: watson/Gunda Windmüller, Lia Haubner

Selbstsichere Kollegen, die dort antworten und "in jedem Fall" erkennen können wollen, ob eine Frau gekommen ist, muss ich leider enttäuschen: Wer beim Sex nicht mit Pulsmesser hantiert oder sich direkt in einem MRT-Gerät vergnügt, bekommt zwar Anzeichen, aber keine handfesten Beweise dafür.

Und das liegt eben auch daran, dass es keine eindeutigen körperlichen Beweise für einen Orgasmus bei Frauen gibt.

Aber es gibt zumindest Anzeichen:

Aber Körper sind unterschiedlich. Und Orgasmen ebenso.

Eine Art Zertifikat des Kommens liefert der weibliche Körper nicht – zumindest nicht eindeutig. Wer es daher wirklich ganz genau wissen will, der muss, ganz einfach: fragen!

Aber viel wichtiger ist auch sich zu vergegenwärtigen, dass ein Orgasmus – ob bei Mann oder Frau – kein Gütesiegel für guten Sex ist. Wer will, dass alle Beteiligten auf ihre Kosten kommen, dass der Sex also "gut" war, der sollte sich bestenfalls nicht erst hinterher darum sorgen...

In anderen Worten: redet miteinander. Und zwar währenddessen.

❤️

Frag' Dr. G-Punkt

Reden wir eigentlich genug miteinander? Wir glauben, nein. Deshalb könnt ihr hier eure Fragen zu Sex loswerden - alles, und zwar wirklich alles, was ihr schon immer wissen wolltet. Wissen ist sexy. Schreibt ihr einfach: gunda@watson.de

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Kinder im Dauerstress: Warum die Kindheit mit dem Kita-Besuch aufhört

Ilona Böhnke ist Erzieherin in Dortmund. In ihrer 40-jährigen Laufbahn hat sie eine wichtige Beobachtung gemacht: Kinder verbringen immer mehr Zeit in Kitas, deren Alltag ist durchgetaktet. Dass Spielen nach Stundenplan und das ständige Zusammensein in der Gruppe auch Arbeit für die Kinder bedeutet, wissen viele Erwachsene nicht. Böhnke warnt nun vor möglichen Folgen.

Morgens Mathe, dann Bildungsbereich Natur bis mittags. Nach der Mittagspause Entspannung, vielleicht noch eine Runde Malen oder Singkreis und dann noch Turnen, bis es wieder nach Hause geht.

Was auf den ersten Blick wie der Alltag von mindestens einem Grundschüler wirkt, ist tatsächlich ein ganz normaler Tag für ein Klein- oder Vorschulkind in der Kita. Zeit für freies Spielen? Bleibt da eigentlich gar nicht.

Viele der Probleme, die in deutschen Kitas vorherrschen, sind zwar immer noch nicht …

Artikel lesen
Link zum Artikel