Eine Filiale von Aldi S

Gemeinsam wollen Aldi Nord und Aldi Süd den E-Food Markt erobern. Bild: www.imago-images.de / Christoph Hardt

Wofür Aldi Nord und Aldi Süd jetzt erstmals zusammenarbeiten

Erstmals arbeiten die Discounter Aldi Nord und Aldi Süd zusammen: Sie haben eine gemeinsame operative Gesellschaft gegründet und wollen sich darauf vorbereiten, den E-Food Markt zu erobern. Laut der "Lebensmittel-Zeitung" wollen sie gemeinsam das Nonfood-Angebot im Internet besser aufstellen und zudem den Einstieg in den Online-Lebensmittelhandel vorbereiten.

Damit dies auch gelingt, vereinen die Händler ihr Online-Angebot "Aldi liefert", das bisher in Nord und Süd aufgeteilt war. Laut dem Händler wolle man so einen "einheitlichen Onlineshop" schaffen, der "ohne regionale Differenzierung" funktioniert, wie die "Lebensmittel Zeitung" berichtet.

Bisher fast nur Nonfood-Artikel

Auch jetzt gibt es "Aldi liefert" bereits, jedoch in einer anderen Form. Aktuell ist es in die beiden Vertriebsgebiete Nord und Süd aufgeteilt und es werden zudem fast ausschließlich Nonfood-Artikel angeboten. In Zukunft sollen dann aber auch Lebensmittel erhältlich sein. Außerdem stehen Artikel des täglichen Bedarfs im Fokus.

Organisiert wird das Vorhaben von der ersten gemeinsamen operativen Gesellschaft von Aldi Nord und Aldi Süd, die ihren Sitz in Düsseldorf hat. Laut der "Lebensmittel Zeitung" ist die neu gegründete Aldi E-Commerce Verwaltungs GmbH ein Joint Venture, an dem beide Discounter zu je 50 Prozent beteiligt sind.

Ganz von vorne muss Aldi bei seinem Vorhaben nicht anfangen. Denn wie die "Lebensmittel Zeitung" bereits berichtete, umfasst die IT-Landschaft von Aldi Süd auch eine Plattform für E-Commerce und E-Food. Außerdem hat Aldi Süd seine Homepage bereits gerelauncht, auch dies wird das neue Vorhaben sicherlich erleichtern.

Auslandsgesellschaften als wichtige Treiber

Nach Informationen der "Lebensmittel Zeitung" waren die Auslandsgesellschaften UK, USA und Australien wichtige Treiber des E-Commerce-Ausbaus. Bisher verhielten sich Deutschland und Österreich hier eher zurückhaltend.

Feststeht, dass es nicht gerade leicht wird für Aldi. Konkurrent Lidl hat den Online-Handel bereits getestet – und hat das Angebot inzwischen wieder eingestellt. Rewe hingegen betreibt seinen Lieferservice zwar noch, verdient damit laut "Lebensmittel Zeitung" aber kein Geld.

(pas)

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