Leben
Beim Haarewaschen kannst du eine Menge Fehler machen.

Haare waschen ist gar nicht so einfach, wie du glaubst. Bild: E+ / skynesher

Heißes Wasser, zu viel Shampoo: 5 Fehler beim Haare waschen

Steuererklärung machen, Mietrecht verstehen, Spannbettlaken falten – viele Dinge im Leben sind einfach viel zu kompliziert und brauchen jahrelange Übung, um sie zu meistern. Was für ein Glück, dass du dann zumindest die Basics beherrscht, wie beispielsweise Haare waschen. Nass machen, Shampoo drauf, ausspülen, fertig – manches kann eben so einfach sein. Denkst du!

Selbst wenn du glaubst, du bist ein funktionierender erwachsener Mensch, der basale Haarpflege einwandfrei beherrscht – ganz so simpel ist es dann doch nicht. Wir haben fünf Fehler aufgeschrieben, die du beim Haarewaschen garantiert schon einmal gemacht hast.

Du benutzt zu heißes Wasser

Es ist ein Mythos, dass du deine Haare mit kaltem Wasser waschen solltest, um sie zu schonen. Wenn du allerdings glaubst, du bräuchtest besonders heißes Wasser, um Fett und Schmutz zu lösen, liegst du ebenfalls falsch: Zu warmes Wasser ist generell nicht gut für dich, weder für deine Haut noch deine Haare.

"Das Haar ist Horn", sagt auch Bastian Casaretto, Hairstylist der Naturpflegemarke Aveda, gegenüber der "Welt". "Deswegen trocknen Haare auch aus, wenn sie an die Wärme kommen, und öffnen ihre Oberfläche bei Hitze, da sich die Schuppen abspreizen." Das erzeuge ein sprödes Aussehen, meint der Stylist. Idealerweise wäschst du deine Haare mit leicht warmen Wasser – so, dass es sich noch angenehm für dich anfühlt.

Du nimmst zu viel Shampoo

Viel hilft viel, glauben viele – und wundern sich, wenn sie jeden Monat neues Shampoo kaufen müssen. Dabei ist es gar nicht gut, die Haare in Schaum zu ertränken: Auch bei langem Haar genügt ein Klecks in Größe einer Ein-Euro-Münze, um die Kopfhaut von Schuppen, Fett und Schmutzpartikeln zu befreien. Bei besonders langem und dicken Haar kann die Portion auch mal walnussgroß sein.

Der Grund, warum du beim shampoonieren sparsam sein solltest, sind die Chemikalien in vielen Shampoos. Sie können die Haut reizen und austrocknen. Deine Haare werden auch sauber, wenn du keine Schaumkrone pompöser Ausmaße auf deinem Kopf trägst. Ein positiver Nebeneffekt ist außerdem, dass du auch ein wenig Geld und Müll sparst, wenn du weniger Shampoo nutzt.

Du seifst auch die Haarspitzen ein

Wo wir schon beim Thema zu viel Shampoo sind: Wenn du lange Haare hast, musst du sie nicht bei jedem Waschen bis in die Spitzen shampoonieren, um sie sauber zu bekommen. Vorausgesetzt, du wälzt dich nicht regelmäßig in einer Schlammpfütze, werden deine Haare gar nicht so dreckig, wie du dich manchmal vielleicht fühlst: In der Regel entfernst du beim Waschen nur eine Schicht aus Staub, Hautschuppen und Talg, das deine Haare nach ein paar Tagen fettig aussehen lässt.

Meist reicht es, wenn du die Kopfhaut einseifst und dann deine Haare ausspülst. Das Shampoo, das unter der Dusche deine Haare herabfließt, reinigt die Längen mit – bis in die Spitzen. So sorgst du auch dafür, dass deine Haarspitzen, die meist etwas angegriffener sind als das restliche Haar, nicht zusätzlich ausgetrocknet werden.

Du benutzt Conditioner fürs gesamte Haar

Ein Conditioner (oder Spülung zu deutsch) sorgt dafür, dass die Schuppenschicht nach dem Waschen wieder geschlossen werden und deine Haare so auch im trockenen Zustand besser geschützt werden. Ähnlich wie beim Shampoo kannst du allerdings auch beim Conditioner sparen: Eine haselnussgroße Menge reicht schon. Und du solltest den Conditioner nur in den unteren zwei Dritteln deiner Haare nutzen: Ansonsten könnte er deine Ansätze unnötig beschweren, deine Kopfhaut überpflegen und einen fettigen Film hinterlassen.

Du rubbelst deine Haare trocken

Nasse Haare sind empfindlicher als trockene. Deswegen tust du ihnen alles andere als einen Gefallen, wenn du sie nach dem Waschen mit einem Frotteehandtuch abrubbelst: So könntest du die obere Schicht noch mehr aufrauen und vor allem, wenn du zu trockenem Haar neigst, könnte Frizz entstehen.

Besser ist es also, wenn du deine Haare nur vorsichtig auswringst und mit einem weichen Mikrofaser-Handtuch umwickelst, um ihnen das Wasser zu entziehen. Alternativ geht das übrigens auch mit einem Baumwoll-T-Shirt, dass du um die nassen Haare wickelst.

(ak)

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