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In Tropenländern können Mücken Viruserkrankungen wie Dengue oder Zika übertragen. Bild: imago

Gute Nachricht

Forschern gelingt Durchbruch im Kampf gegen das Dengue-Fieber

Zika, Malaria, Dengue: Viele Krankheiten werden von Stechmücken übertragen. Das macht es besonders schwer, sich vor ihnen zu schützen. Die Insekten sind in der Regel klein, und meist bemerken wir sie erst, wenn es zu spät ist.

Während ein Stich hierzulande nur selten schlimme gesundheitliche Konsequenzen mit sich bringt, ist es gerade in den Tropen und Subtropen anders. Vor allem das Dengue-Fieber ist in diesen Regionen ein Problem. Nun gelang Forschern des World Mosquito Programs, einer Non-Profit-Organisation, die sich dem Kampf gegen das Dengue-Fieber verschreibt, ein Durchbruch im Kampf gegen die Viruserkrankung.

Modifizierte Mücken: Dengue-Rate sinkt um 77 Prozent

Für eine Studie im indonesischen Yogyakarta infizierten sie Mücken mit einem bestimmten Bakterium namens Wolbachia. Das führte dazu, dass sie keine Dengue-Viren mehr übertragen. In zufällig gewählten Bezirken ließen sie die modifizierten Mücken frei. Kurz darauf sank die Dengue-Rate dort um 77 Prozent. Die Ergebnisse befinden sich auf der Seite des World Mosquito Programs.

Bereits 2016 startete die Studie, die Forscher schlossen sie vor wenigen Monaten ab. Zunächst ließen die Forscher vier Millionen der modifizierten Mücken in Teilen Australiens frei. Dort gab es in der Vergangenheit regelmäßig Dengue-Ausbrüche. Nachdem sich die Mücken in verschiedenen Stadtvierteln verbreitet hatten, nahmen die Dengue-Ausbrüche dort ab. Allerdings gab es keine Kontrollgebiete, weshalb es eine weitere Studie in Indonesien gab.

Jährlich 400 Millionen Infektionen

Die Vorgehensweise unterschied sich dort insofern, als die Forscher die Stadt Yogyakarta in 24 Bereiche teilten und in zwölf davon modifizierte Mücken freiließen. Die restlichen zwölf ließen sie außen vor. Am Ende prüften sie die aufgetretenen Dengue-Fälle in allen Bereichen.

Gerade in Tropenländern wie Indonesien ist das Dengue-Fieber ein großes Problem. Die hochfieberhafte Viruserkrankung wird durch Stechmücken auf Menschen übertragen, wodurch es jährlich zu rund 400 Millionen Infektionen und 25.000 Todesfällen kommt.

Eigentlich tragen 60 Prozent aller Insekten Wolbachia-Bakterien in sich. Leider gehören ausgerechnet die Mücken, die das Dengue-Fieber, aber auch Zika und weitere Krankheiten übertragen, nicht zu ihnen. Scheint, als könnte sich das künftig ändern.

(tkr)

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