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Bild: Ute Kranz / Getty Images / Montage: watson.de

Viel Urlaub, wenig CO2 – so geht's!

Nachhaltigkeit ist nur etwas für wohlhabende Menschen und Urlaub mit dem Zug ist zu teuer? Stimmt nicht, meint die Travel-Bloggerin Ute von bravebird.de.

Das hier sind ihre heißesten Tipps, wie ihr mehr Nachhaltigkeit in euren Urlaub einbringen könnt:

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Video: watson/Maria Pelteki

Fortbewegen

Ihr könnt euch vielleicht schon denken, was die Alternativen zum Flugzeug sind: Zug, Bus, Fahrrad und für Wanderfreunde die eigenen Beine. Nix Neues.

Der heiße Tipp ist hier jedoch die Kombi: Zu einer ihrer nächsten Reisen nimmt Ute ein Klapp-Rad mit. Mit dem Zug fährt sie in ihre Ziel-Region und der Rest wird mit dem Fahrrad zurückgelegt. So bleibt sie flexibel und mobil. Bei Interrail-Reisen empfiehlt sie möglichst früh zu buchen, dann sind die Tickets günstiger.

Zugegeben: Die Kombi Zug-Rad ist eher was für aktive Menschen. Für Leute, die sich möglichst wenig bewegen möchten oder für Personen, deren Mobilität eingeschränkt ist, ist das keine Option. Aber auch Reisen mit dem Wohnmobil können CO2-arm sein, wenn das Ziel nicht all zu weit weg ist und beim Campen entsteht ja ohnehin wenig CO2.

Übernachten

Neben dem Zelten oder dem Camper empfiehlt Ute Ferienhäuser oder Airbnb. Denn in Hotels ist ständig das Licht an, in den Zimmern stehen oft kleine Probe-Verpackungen mit Pflegeprodukten oder die Klimaanlage läuft. Das sind alles kleine Fallen mit hohem CO2 Potenzial. In einem Zimmer einer privat genutzten Wohnung ist der Ausstoß massiv niedriger.

"Allein in Europa haben AirBnb-Gäste einen um 78% geringeren Energieverbrauch als Hotelgäste. Reisende, die in einer AirBnb-Unterkunft übernachten, nutzen zu 10-15% häufiger öffentliche Verkehrsmittel und Fahrräder oder gehen zu Fuß als Hotelgäste."

Quelle: Buch FAIRreisen

Zurecht haben viele Reisende Bedenken gegenüber einer Buchung bei Airbnb. Viele Hosts vermieten ganze Wohnungen über das komplette Jahr, so dass Airbnb in dicht besiedelten Städten wie Berlin zur Wohnungsknappheit beiträgt. Von solchen Hosts rät Ute ab. Auf ihrem Blog gibt es einen Artikel, der Tricks aufzeigt, wie man Hosts erkennt, die ihre Wohnung für Airbnb zweckentfremdet haben.

Zeit einplanen

"Ich glaube, wir müssen wieder lernen, den Weg zum Ziel zu machen."

Travel-Bloggerin Ute

Wenn man ein entfernteres Ziel mit dem Zug oder Bus ansteuert, braucht man Zeit. "Das ist der Luxus, den du schon haben musst, wenn du weiter weg fahren möchtest ohne den Flieger zu benutzen", meint Ute.

Wir sind es gewohnt, schnell von A nach B zu fliegen. Und in Zukunft wird auch CO2-neutrales Fliegen möglich sein. Die Technologie dazu gibt es jetzt schon. Bis diese Zukunft da ist, muss man sich jedoch darüber klar werden, dass die lange Fahrt fester Bestandteil des klimafreundlichen Reisens ist. Dementsprechend kann man sie als Teil des Urlaubsabenteuers ansehen. Das ist wichtig, um leichter auf das schnelle Fliegen verzichten zu können. Außer man macht Urlaub in der Region, dann dauert die Fahrt nicht so lang.

Das Interview mit der Ttravelbloggerin könnt ihr euch bei Instagram anschauen.

Fürs Klima in der Bahn: Lass die Schuhe an, Matrose!

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