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Rassismus? Hier präsentiert Influencerin Angela Zeugen gegen Flixbus-Fahrer

War es in ihrem ersten Video noch laut, führt Influencerin Angela Paskevic in ihrem neuen Beitrag auf Youtube nun ein ziemlich ruhiges Interview zu ihren Erlebnissen in einem Flixbus, die vergangene Woche für Aufregung sorgten.

Sie spricht mit einem Mann, der am Samstag aus besagtem Reisebus herausgeworfen worden war, nachdem er und ein weiterer Fahrgast sich "etwas Warmes zum Anziehen aus ihren Taschen holen wollten", wie Paskevic schreibt. Sie filmte die ganze Sache und erhob daraufhin auf Instagram schwere Rassismus-Vorwürfe gegen den Fahrer und Flixbus. Auch in ihrem neuen Video fragt sie: "Hatte der Busfahrer womöglich doch Vorurteile aufgrund ihrer Herkunft? Ich war zur richtigen Zeit am richtigen Ort und auch mit an Bord in dem Bus."

Weil sie nicht alleine als Zeuge gegen Flixbus aussagen wolle, habe sie sich dazu entschlossen, einen der betroffenen Fahrgäste selbst zu Wort kommen zu lassen, hatte Paskevic daraufhin schon ihren Fans auf Instagram angekündigt. Ihre Fragen stellte sie am Mittwochabend an Shanti Gairola, Schwabe mit indischem Vater und deutscher Mutter.

Er berichtet im Video im Detail darüber, was passiert sein soll:

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Video: YouTube/Angela Paskevic

Alles soll losgegangen sein, als Gairola eine wärmere Jacke habe aus seinem Koffer holen wollen. "Ich bin nicht dein Gepäckträger", habe der Fahrer geantwortet, aber verboten, dass sein Gast selbst an seine Tasche dürfe.

Stattdessen habe der Fahrer anschließend sogar neue Taschen auf das Gepäck seines frierenden Gastes geworfen. Dann sei ein anderer Fahrgast, der Student Duke aus Kamerun heruntergekommen, der ebenfalls seine Jacke holen wollte. Der Fahrer sei ihm gegenüber regelrecht "unangenehm pampig geworden" und Duke habe daraufhin sauer reagiert.

Dann, so erzählt es zumindest Gairola, feuerte der Fahrer die Taschen auf den Boden und schmiss die beiden raus.

So reagierten Beteiligte und Polizei laut des Zeugen auf den Flixbus-Vorfall

"Viele Leute waren auf unserer Seite, waren aber feige und hatten Angst", sagt Gairola.

Dann sei die Polizei gekommen, ein Beamter habe ihm grinsend ins Gesicht gesagt: "Wenn ihm deine Fresse nicht gefällt, dann kann er dich rausschmeißen.' Da habe ich mich richtig verarscht gefühlt", behauptet Gairola. Auch ein eingeschalteter Security-Dienst habe sie "krass belabert" und das Rassismus-Argument von vorneherein nicht gelten lassen, obwohl der Dienst gar nicht dabei gewesen war.

Ein zweiter Fahrer, so sagt auch Influencerin Paskevic in ihrem Video, habe sich heraushalten wollen und sogar versucht, zu beschwichtigen. Das habe der aggressivere Fahrer aber nicht hören wollen.

So reagierte Flixbus

Das Unternehmen Flixbus kündigte gegenüber watson an, die Vorfälle zu untersuchen und gegebenenfalls entsprechende Konsequenzen zu ziehen: "Flixbus befördert Passagiere unabhängig von Herkunft, Religion, Geschlecht, sexueller Orientierung und ihrem konkreten Reiseanlass, sofern sie bei Fahrtantritt ein gültiges Ticket vorweisen können", teilte das Unternehmen auf Anfrage mit. Und weiter:

"Was in dem Instagram-Video zu sehen ist, ist leider nicht eindeutig, aber Grund genug für uns, eine interne Untersuchung einzuleiten, bei der auch die Seite des Busfahrers angehört werden muss. Dieser ist gerade nicht im Dienst, aber wir versuchen die Situation so schnell wie möglich zu klären. Flixbus toleriert keine Form von Rassismus. Sollten sich die Vorwürfe dahingehend bestätigen, werden wir entsprechende Konsequenzen ziehen."

Nach Daten des Marktforschungsinstituts IGES hat Flixbus inzwischen einen Marktanteil von mehr als 95 Prozent. Täglich bietet die Firma nach eigenen Angaben 350.000 Verbindungen an. Dafür stehen dem Unternehmen rund 2000 Busse und 7000 Fahrer zur Verfügung.

(mbi)

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    Alle Leser-Kommentare
  • USausBw 05.07.2019 08:52
    Highlight Highlight "Nach Daten des Marktforschungsinstituts IGES hat Flixbus inzwischen einen Marktanteil von mehr als 95 Prozent. Täglich bietet die Firma nach eigenen Angaben 350.000 Verbindungen an. Dafür stehen dem Unternehmen rund 2000 Busse und 7000 Fahrer zur Verfügung."

    d.h. jeder Bus muss also pro Tag 175 Verbindungen (??) bedienen, wie soll das denn funktionieren?

    Es sei denn, jeder Verbindung von Haltepunkt zu Haltepunkt zählt. Selbst das ist unrealistisch. Aber vielleicht kann ich nicht mehr Kopfrechnen und logisch denken.
  • Egbert Reinsch 04.07.2019 14:30
    Highlight Highlight ich werde das Gefühl nicht los, dass die Influenzerin gern mehr Aufmerksamkeit und mehr Abonnenten haben möchte, denn das bringt ja Geld.
  • Hasso 04.07.2019 13:04
    Highlight Highlight In diesem Video hört man hauptsächlich den schwarzen aggressiv herumschreien. Der Fahrer hat nichts rassistisches gesagt, noch herumgeschrien. Einen solchen agressiven Passagier möchte ich als Fahrer auch nicht in meinem Bus befördern. Alles nur ein aufbauschen von sogenannten "Guten Influenzern" unserer Gesellschaft. Wer würde schon eine Minute seiner Zeit für so eine Influenzerin entbehren??? Gratuliere zu weiteren Followern.....

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