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Eine Stewardess am Moskauer Flughafen. imago images / ITAR-TASS

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Experte zur Zukunft des Fliegens: "Stimmung an Bord wird eine andere sein"

Schon lange sind Menschen nicht mehr so wenig geflogen wie derzeit. Die Corona-Pandemie hat die Flug-Branche fast wortwörtlich zu Boden gebracht.

Aber die Folgen der Corona-Krise für das Fliegen werden uns noch eine Zeit lang begleiten. Womöglich wird vieles in der Luft nach Corona nicht mehr so sein wie zuvor.

"Der 11. September hat das Reisen komplett verändert, mit zusätzlichen Sicherheitskontrollen und längeren Check-in-Zeiten. Die Auswirkungen von Covid-19 auf den Flugverkehr werden noch weitreichender sein", kündigte jüngst Shashank Nigam, CEO der Beratungsfirma Simpliflying, in einem Blog-Post an.

Auf was werden sich Urlauber in Zukunft einstellen müssen? Diese Frage hat watson Cord Schellenberg gestellt. Er ist Fernsehjournalist und Luftfahrtexperte.

Nach Corona könnte der Flugverkehr wieder wachsen

Zunächst einmal sind da die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie. Fluggesellschaften weltweit werden Finanzspritzen in Milliardenhöhe brauchen. In Deutschland steht eine Staatshilfe für die Lufthansa im Raum.

Schellenberg ist sich sicher: "Es dürfte Jahre dauern, bis die Flughäfen und Fluggesellschaften wirtschaftlich wieder dort sind, wo sie 2019 waren." Im März brach der Flugverkehr um mehr als 50 Prozent ein, wie der internationale Linienluftfahrtverband IATA berichtete.

Aber Schellenberg glaubt, dass der Flugverkehr dennoch weiter wachsen wird. Womöglich werden wir nach der überstandenen Pandemie mehr reisen als zuvor, "weil wir etwas nachzuholen haben".

Doch im Flugzeug wird Reisende dann womöglich eine neue Normalität erwarten.

Neue Maßnahmen könnten für Passagiere gelten

"Die meisten Fluggesellschaften dürften das Tragen von Mund- und Nasenschutz für die Passagiere vorschreiben. Sicherlich wird die Stimmung an Bord dann eine andere sein", prognostiziert der Experte. Noch nicht absehbar sei, welche Regeln an den Gates gelten könnten.

Simpliflying hatte in einem Report Dutzende Vorschläge für mehr Sicherheit beim Fliegen gemacht. Ein paar der möglichen Änderungen:

Dass beim Check-in auch die Temperatur gemessen wird, hält auch Experte Schellenberg für denkbar. Eine Maske beim Sicherheitscheck zu tragen, sei aber "kontraproduktiv".

Generell fordert er, dass "alle Maßnahmen im Luftverkehr weltweit zwischen den Regierungen abgestimmt werden, damit sich die Passagiere schnell zurechtfinden".

Schellenberg hält eine Rückkehr zur Normalität für möglich. Aber erst ab 2022. "Impfstoff da, Menschen beruhigt, Regeln wieder gelockert", meint er.

Seine Prognose: "Andere Kulturen erleben, Menschen kennenlernen, Freunde und Verwandte besuchen – wir werden auch nach Corona neugierig auf die Welt sein und reisen."

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