Nachhaltigkeit
12.09.2020, Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf: Teilnehmer sammeln im Rahmen des Projekts «Rhine Clean Up» am Rheinufer Müll auf. Beim Projekt «Rhine Clean Up» werden rund 30.000 Menschen erwartet, die gemeinsam die Ufer des Rheins ab Quelle bis Mündung von Müll befreien. Foto: David Young/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Am ganzen Rheinufer entlang, von der Schweiz bis in die Niederlande, wurde Müll eingesammelt - so wie hier in Düsseldorf. Bild: dpa / David Young

Gute Nachricht

Clean-Up an Rhein, Mosel und Ruhr: Freiwillige befreien Flussufer von 320 Tonnen Müll

Mehr als 35.000 Freiwillige haben am Samstag nach Angaben der Initiatoren die Ufer der Flüsse Rhein, Mosel und Ruhr von 320 Tonnen Müll befreit. Eine Besonderheit in diesem Jahr: die zahlreichen Masken, die am Flussufer gefunden wurden.

Der Rhein wurde beim großen "CleanUp" schon zum dritten Mal gesäubert – und zwar wieder von der Quelle in der Schweiz bis zur Mündung bei Rotterdam. Insgesamt 300 Gruppen beteiligten sich an der Aktion. In den Rheinmetropolen Düsseldorf und Köln waren es jeweils mehr als 2000 Menschen. Einen Tag vor der Kommunalwahl griff auch Düsseldorfs Oberbürgermeister Thomas Geisel (SPD) zur Müllsammelzange.

Auch in den Städten Duisburg, Mainz und Mannheim machten deutlich über 1000 Teilnehmern mit. "Diese Menschen haben es begriffen: Das ist zwar nicht ihr Müll, aber es ist unser Planet", sagte Initiator Joachim Umbach. Umbach hofft auf eine Bewusstseinsänderung: Müll gehöre nicht in die Natur.

An Mosel und Ruhr fand der "CleanUp" zum ersten Mal statt: An der Mosel seien rund 10.000 und an der Ruhr etwa 5000 Helfer im Einsatz gewesen. An den Ufern der beiden Nebenflüsse des Rheines wurden insgesamt 70 Tonnen Müll gesammelt.

Nächstes Jahr kommen Neckar und Main dazu

Die Initiatoren von Rhine-, Mosel- und RuhrCleanUp gaben am Samstag gleich den Termin der Aktion im nächsten Jahr bekannt: Samstag, 11. September 2021. Dann sollen nicht nur die Ufer von Rhein, Mosel und Ruhr vom Müll befreit werden, sondern auch die des Mains, des Neckar, der Lahn und der Nahe. "Wir haben viele Anfragen aus diesen Regionen", so Umbach.

Ausbaufähig sei das Engagement im Sauerland. Die Teilnahmen von Arnsberg und der Dorfgemeinschaft Velmede-Bestwig machten aber Hoffnung.

An der Aktion "Rhine CleanUp" (Rheinsäuberung) nehmen Menschen aus allen Ländern teil, durch die der Rhein fließt. Neben den deutschen Gruppen gibt es auch schweizerische, österreichische, französische und niederländische.

(ftk/dpa)

0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0

Gute Nachricht

Fortschritt für bedrohte Art: Gorilla-Babyboom in Uganda

Wilderei und zerstörte Lebensräume durch Abholzung und Bergbau brachten Gorillas an den Rand ihrer Existenz. Laut Welttierschutzgesellschaft sind alle vier Unterarten der Menschenaffen vom Aussterben bedroht. Vom Berggorilla gibt es zum Beispiel derzeit rund 1063 Tiere im Kongo, Uganda und Ruanda. Die seltene Art konnte sich zwar innerhalb der vergangenen Jahre stabilisieren, 2010 waren es noch 790, trotzdem gelten sie noch immer als stark gefährdet.

Nun kamen für die Tiere positive Nachrichten …

Artikel lesen
Link zum Artikel