Nachhaltigkeit
Bild

Hat gut grinsen – und bald eine nachhaltige Klamotten-Kollektion am Start: Marteria. Bild: imago images / Future Image

Rapper Marteria macht nachhaltige Klamotten aus Ozeanmüll

Marteria ist sowas wie der Umweltschutzbeauftragte unter den deutschen Rappern. Das Label des Rostockers heißt nicht umsonst Green Berlin. Das ist zwar vor allem auf ein gewisses Kraut bezogen, das sich zum Rauchen eignen soll. Die Assoziation passt aber trotzdem.

Das beweist Marten Laciny, wie Marteria mit bürgerlichem Namen heißt, nun ein weiteres Mal. Auf Instagram kündigt er eine Kollektion mit nachhaltigen Klamotten aus Recycling-Stoffen an.

"Keiner von uns ist perfekt" beginnt er seine Ankündigung. "Hier geht es um einen ersten Schritt. Wir veröffentlichen am 21.02. unsere erste nachhaltige Fair-Fashion Kollektion aus Recycling-Polyester und Bio Baumwolle: Back2Green. Plastikmüll aus dem Meer wird zu Stoff unserer Kollektion."

Genaueres soll eine dazu passende Dokumentation verraten, die ebenfalls am 21. Februar erscheint. Neue Musik von Marteria und seinen Freunden wird es dazu noch obendrauf geben. Und: "Bis zum Release zeigen wir euch nach und nach, welche limitierten Teile dabei rausgekommen sind."

Aus seinen Fehlern gelernt?

Vorbildliche Aktion. Weniger vorbildlich war dagegen, was Marteria 2017 in Würzburg veranstaltete. In der Nacht vor seinem Konzert in der unterfränkischen Stadt hatte er an einem nahegelegenen See einen Karpfen geangelt, mit dem Fisch posiert und ihn dann wieder im Wasser ausgesetzt.

Diese Methode wird "Catch & Release" (Fangen & Freilassen) genannt und gilt als Tierquälerei – die Tierschutzorganisation Peta hat deswegen Strafanzeige gegen Marteria gestellt. Der hatte daraufhin einer Zahlung von 5000 Euro zugestimmt.

Ein Video der Aktion ist nach wie vor online. Doch mit der Kollektion geht Marteria nun definitiv einen anderen Weg.

Eine Nacht in Würzburg:

abspielen

Video: YouTube/GREEN BERLIN

(om)

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

In Tübingen müsst ihr für euren Coffee-to-go bald extra zahlen

Als bundesweit erste Kommune erhebt Tübingen künftig eine Steuer auf Einwegverpackungen. Auf Beschluss des Gemeinderats tritt die Verpackungssteuer zum 1. Januar 2021 in Kraft, wie die Stadtverwaltung am Freitag mitteilte.

Einwegverpackungen und Einweggeschirr werden ab dann mit jeweils 50 Cent besteuert, für Einwegbesteck werden 20 Cent fällig. Nach Angaben der Stadt Tübingen kostet sie die Beseitigung allein von Verpackungsmüll jährlich mehr als 700.000 Euro.

Die neue Steuer betrifft nicht …

Artikel lesen
Link zum Artikel