Mainz's Phillipp Mwene, left, Bayern's Jamal Musiala and Mainz's Robin Quaison challenge for the ball during the German Bundesliga soccer match between FSV Mainz and FC Bayern Munich in Mainz, Germany, Saturday, April 24, 2021. (AP Photo/dpa via AP)

Bayern konnte sich nicht gegen Mainz durchsetzen. Bild: ap / Tom Weller

Niederlage in Mainz: Bayern verpasst vorzeitige Meisterschaft

Der FC Bayern München hat den frühzeitigen Titelgewinn in der Fußball-Bundesliga verpasst. Die Mannschaft von Trainer Hansi Flick verlor am Samstag beim FSV Mainz 05 mit 1:2 (0:2). Damit kann der Tabellenzweite RB Leipzig mit einem Sieg am Sonntag gegen den VfB Stuttgart den Rückstand auf den Titelverteidiger noch einmal auf sieben Punkte verkürzen. Bei drei noch ausstehenden Spielen bis zum Saisonende dürfte die neunte deutsche Meisterschaft in Serie für die Bayern allerdings nur aufgeschoben sein. Im Rennen um die Champions-League-Plätze kam Borussia Dortmund (55 Punkte) zu einem 2:0 (1:0)-Auswärtssieg beim VfL Wolfsburg (57) und rückte bis auf einen Zähler an Eintracht Frankfurt (56) heran, das im Abendspiel eine 1:3 (0:0)-Niederlage bei Bayer Leverkusen hinnehmen musste.

Im Abstiegskampf kassierte Werder Bremen (30) die siebte Niederlage nacheinander. Nach dem 1:3 (0:0) bei Union Berlin könnten die Bremer am Sonntag auf Platz 15 abrutschen, falls Arminia Bielefeld (30) bei Borussia Mönchengladbach (18.00 Uhr/Sky) mindestens einen Punkt holt. Der SC Freiburg und die TSG 1899 Hoffenheim trennten sich 1:1 (1:0).

Lewandowski mit Comeback

Alles schien bereit für eine vorzeitige Meisterkrönung der Münchner. Top-Torjäger Robert Lewandowski gab nach rund vierwöchiger Verletzungspause sein Comeback. Zudem kehrten die Nationalspieler Leon Goretzka und Leroy Sané in die Startelf zurück. Doch die Mainzer erwiesen sich als veritable Spielverderber. Jonathan Burkardt (3. Minute) überraschte die Bayern und deren Torwart Manuel Neuer mit einem Schuss von der Strafraumgrenze, bei dem Neuer nicht gut aussah. Robin Quaison (37.) erhöhte noch vor der Pause auf 2:0 für Mainz - mit diesem Ergebnis hatten sie auch im Hinspiel in München geführt.

Diesmal aber schaffte der FCB nach einer der schwächsten Saisonleistungen die Wende nicht mehr. Immerhin erzielte Lewandowski in der vierten Minute der Nachspielzeit noch den Anschlusstreffer. Mit 36 Saisontoren fehlen dem Weltfußballer nun nur noch vier Tore zur Einstellung des Bundesligarekordes von Gerd Müller.

BVB weiterhin im Rennen um den Einzug in die Königsklasse

In Wolfsburg durfte sich der BVB beim Doppel-Torschützen Erling Haaland bedanken (12./68.). Das zweite Tor erzielte der norwegische Starstürmer in Unterzahl. Nach der Gelb-Roten Karte gegen Jude Bellingham (59.) musste die Borussia mehr als eine halbe Stunde mit zehn Mann auskommen. Nach dem Sieg ist der BVB drei Spieltage vor Saisonende im Duell um die Königsklasse wieder dran am VfL und vor allem an Frankfurt. Leon Bailey (70.), Lucas Alario (80.) und und Kerem Demirbay (90.+1) trafen für Leverkusen, das als Sechster fünf Zähler Rückstand auf den BVB hat. Das zwischenzeitliche Frankfurter 1:2 durch André Silva (90.+1) konterte Demirbay umgehend mit dem 3:1.

Zum Matchwinner bei Union mit gleich drei Toren avancierte der Finne Joel Pohjanpalo (50./53./67.). Mehr als das 1:3 durch Theodor Gebre Selassie gelang Werder nicht mehr (82.). Im Mittelfeld-Duell zwischen Freiburg und Hoffenheim brachte Andrej Kramaric die Gäste in Führung (40.), Vincenzo Grifo glich per verwandeltem Foulelfmeter aus (81.).

(nb/dpa)

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Analyse

"Salihamidzic und Kahn werden keine Ära prägen": Bayern-Kenner ordnet den Abgang von Rummenigge ein

Der personelle Umbruch beim FC Bayern geht weiter. Nachdem Trainer Hansi Flick den Weggang im Sommer angekündigt hat, folgten ihm Hermann Gerland und Miroslav Klose. Nun gibt es auch eine Veränderung in der Führungsebene. Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge wird nach über 30 Jahren im Management des Rekordmeisters sein Amt niederlegen. Damit übergibt er seinen Posten ein halbes Jahr früher als geplant an Oliver Kahn.

Zum Abschied versuchte es Karl-Heinz Rummenigge mal mit bayerisch. "Mia bleim …

Artikel lesen
Link zum Artikel