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Thomas Müller (l.) im Gespräch mit "Sportstudio"-Reporter Boris Büchler. screenshot zdf.de

Müller erklärt zwischen den Zeilen, dass er die EM 2020 noch nicht abgehakt hat

Thomas Müller hat zurzeit gute Laune: Der FC Bayern hat die vergangenen fünf Spiele allesamt gewonnen, nach dem jüngsten 5:0-Sieg gegen den FC Schalke am Samstag hat der Rekordmeister nur noch einen Punkt Rückstand auf Spitzenreiter RB Leipzig. Müller hat großen Anteil daran, dass es derzeit so gut läuft bei den Münchnern. Der 30-jährige Offensivmann ist in Topform: Seit Hansi Flick das Traineramt von Niko Kovac übernommen hat, schaffte Müller zwölf Scorerpunkte (vier Tore, acht Vorlagen) in neun Bundesligapartien.

Wenn er so weiter macht, könnte er auch wieder für Bundestrainer Joachim Löw interessant werden, der Müller im März vergangenen Jahres zusammen mit Mats Hummels und Jérôme Boateng, beide 31, aus der Nationalmannschaft ausbootete.

Müller, 100-maliger Nationalspieler und Weltmeister 2014, kritisierte damals die "suggerierte Endgültigkeit der Entscheidung" des Bundestrainers, war sauer. Doch Müller scheint das DFB-Team noch nicht abgehakt zu haben. Mittlerweile spricht der Bayern-Profi nämlich selbst wieder über die Nationalelf.

Im ZDF-"Sportstudio": Thomas Müller spricht über die EM 2020

Im "Sportstudio" sprach ZDF-Reporter Boris Büchler einen gut gelaunten Thomas Müller am Samstagabend auf eine mögliche Olympia-Teilnahme in Tokio an:

Büchler: "Wie wär's denn?"

Müller: "Ja, das ist ja eine Veranstaltung, die, glaub ich, im August stattfindet..."

Büchler: "... Ende Juli bis 9. August. Haben Sie Zeit?

Müller: "Das werden wir sehen, aktuell haben wir noch andere Aufgaben. Ich habe noch kein Gespräch mit Stefan Kuntz oder direkten Verantwortlichen geführt. Dementsprechend halten wir da mal schön den Ball flach. Aber es gibt erstmal noch viele andere Großveranstaltungen im Fußball: Ob das Meisterschaftsfinale, das Pokalfinale, die Champions League, die Europameisterschaft... da ist noch Einiges dazwischen."

Die U21-Nationalmannschaft von Trainer Stefan Kuntz hat sich durch ihren Halbfinal-Einzug bei der EM qualifiziert. In Tokio tritt eine U23-Auswahl an, die Spieler müssen 1997 oder später geboren sein. Dazu darf Kuntz drei ältere Spieler nominieren. Er hatte Thomas Müller auf eine Liste mit insgesamt rund 50 möglichen Kandidaten gesetzt, die der Nationalen Anti-Doping-Agentur bis zum 15. Januar gemeldet werden mussten.

dpa

Thomas Müller hält sich also in Sachen Olympia bedeckt, spricht dabei von der Europameisterschaft (12. Juni bis 12. Juli) und betreibt, zumindest zwischen den Zeilen, Werbung in eigener Sache. Es hört sich so an, als träume er immer noch von einem Nationalelf-Comeback.

Zurückgetreten ist Thomas Müller nie aus dem DFB-Team. Jogi Löw hält sich bedeckt – Stand jetzt. In seiner aktuellen Form, auf und neben dem Platz, wäre Müller eine überlegenswerte Ergänzung für die EM 2020.

(as)

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